Mariahilf/Langenzersdorf: Zehn Jahre und nur Erfolg. Die Spielgemeinschaft WAT Mariahilf und ATUS Langenzersdorf feierte heuer ihr zehnjähriges Jubiläum. Die Bilanz kann sich sehen lassen, Titel und Medaillen ohne Ende.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 30. Dezember 2020 (02:01)
Die Premiere. 2010 trainierte Markus Geineder (2.v.l., stehend) unter anderen Top-Talent Karoline Mischek (Mitte, mit Brille). 
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Aufgrund der Coronapandemie gab es in der zweiten Jahreshälfte 2020 nur Still und heimlich ein rundes Jubiläum im Wiener Tischtennissport zu feiern. Die beiden WTTV-Vereine WAT Mariahilf und ATUS Langenzersdorf absolvierten ihre zehnte gemeinsame Saison miteinander. Zeit also dieses SGML-Tischtennisjahrzehnt genauer zu beleuchten, Revue passieren zu lassen und auch einige Statistiken zu bemühen.

„Glücksgriff“ im Doppel legte Basis für Erfolg

Die Weichen für diese Spielgemeinschaft wurden bereits viel früher gelegt. Genauer gesagt im Jahre 2004, als sich beide Vereinsnachwuchstrainer darauf einigten Matthias Kral (Langenzersdorf) und Alexander Chen (Mariahilf), beide Jahrgang 1993, zu einer Doppelpaarung zusammen zu stellen – für zukünftige gemeinsame Erfolge. Das sollte sich als „Glücksgriff“ erweisen, viele Landesmeistertitel, Mannschaftserfolge und Podestplatzierungen bei Österreichischen Meisterschaften waren die Folge. Daraufhin wurde die Zusammenarbeit intensiviert und 2010 setzten sich die „Baumeister“ dieser Spielgemeinschaft zusammen: Fritz Dauchner (WAT Mariahilf Obmann), Barbara Schneeweis (WAT Mariahilf Nachwuchstrainerin), Alexander Tischler (ATUS Langenzersdorfs Sponsorvertreter), Walter Kral (Spielervater) und Markus Geineder(damaliger Sektionsleiter und heutiger Obmann der ATUS Langenzersdorf und Nachwuchstrainer).

„Man wollte dem starken Nachwuchs beider Vereine eine gemeinsame Plattform bieten, wo sie entsprechend ihrem Leistungsvermögen eingesetzt werden können und von Beginn weg sportliche Perspektiven und Ziele verfolgen dürfen. Dabei sollte die Identität beider Vereine nicht verloren gehen und Eigenständigkeit bewahrt bleiben“, erklärt Geineder die Idee, welche bis heute Gültigkeit hat.

Die Erfolge sprechen eine eindeutige Sprache: In zehn Jahren wurden in den WTTV-Mannschaftsmeisterschaften insgesamt 57 Meistertitel gewonnen, dazu zehn Cuptitel. In den Einzelbewerben gab es 136 Wiener Landesmeistertitel und 466 Podestplätze sowie 50 Österreichische Meistertitel und 125 Podestplätze. Auf nationaler Ebene war man vom Start weg in der Damen- und Herrenbundesliga vertreten – bis heute. Dabei brachte man so tolle Talente wie Karoline Mischek aus Korneuburg hervor, die aktuell bei der besten Mannschaft Österreichs, Linz AG Froschberg, und im Nationalteam spielt. „Erfreulicherweise kommen dabei fast ausschließlich Eigenbauspieler zum Einsatz“, ist Geineder stolz.

 Niemand stellt mehr Mannschaften

 Aber nicht nur in Sachen Qualität, sondern auch Quantität ist man top: In der aktuellen Saison 2020/21 stellt die Spielgemeinschaft Mariahilf/Langenzersdorf die Rekordanzahl von 55 Mannschaften, davon 10 Nachwuchsteams, im Fachverband des ÖTTV bzw. WTTV. „Wir haben alle gestellten Ziele erreicht und mehr Erfolge einfahren können, als man sich dies zu Beginn hätte träumen lassen“, zog Geineder eine mehr als positive Bilanz. „Doch die gemeinsame Reise ist noch lange nicht beendet. Es gilt weiterhin den Nachwuchs zu forcieren, Erfolge nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen, sondern demütig zu bleiben und sie als Ansporn für weitere Nachwuchs- wie Vereinsarbeit anzusehen und die Ärmel aufzukrempeln.“