Premierentitel für Karoline Mischek

Erstellt am 08. September 2021 | 03:16
Lesezeit: 3 Min
Karoline Mischek aus Korneuburg krönte sich zur Staatsmeisterin, Stockeraus David Serdaroglu starker Zweiter.
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Bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im steirischen Fürstenfeld war die Korneubur gerin Karoline Mischek eine Klasse für sich. In Abwesenheit der Olympiastarterinnen Sofia Polcanova, Liu Yuan und Liu Jia holte sich die 23-Jährige durch den 4:0-Erfolg über Amelie Solja ihren ersten Einzel-Titel und gewann dazu im Frauen-Doppel an der Seite ihrer Linz-AG-Froschberg-Klubkollegin Ines Diendorfer. Dementsprechend groß war die Freude bei der Weinviertlerin: „Ich bin froh, dass ich diese Chance nutzen und dann noch ab dem Viertelfinale alle Partien mit 4:0 gewonnen konnte, das ist einfach nur toll.“

Zeit zum Durchschnaufen hat Mischek aber keine, denn Mitte September geht es nach Katar zu den Katar Open und Ende September nach Rumänien zu den Team-Europameisterschaften. Dazu geht dann auch die 1. Bundesliga mit ihren Linzerinnen los. „Also fad wird mir nicht“, so Mischek augenzwinkernd.

Überraschungserfolg von Serdaroglu

Den Männer-Titel holte Robert Gardos durch ein 4:1 über Überraschungsfinalist David Serdaroglu vom UTTC Stockerau. Relativ ungefährdet – mit Ausnahme des 8:11 im vierten Satz, eines Satzballs von Serdaroglu in Durchgang eins und eines 3:7-Rückstands im dritten Heat – fuhr der zweimalige Doppel-Europameister seinen insgesamt vierten Staatsmeistertitel ein.

Serdaroglu, erst diesen Sommer wieder zurück zum UTTC Stockerau gewechselt, sorgte wiederum im Halbfinale für die ganz große Überraschung, denn der als Nummer zwei gesetzte Andreas Levenko musste sich seinem unglaublichen Kampfgeist geschlagen geben. Dabei wehrte der Stockerauer zwei Satzbälle zum 3:3-Ausgleich ab und verwandelte seinerseits den ersten Matchball zum 4:2 und erreichte das Finale.

„Ich wollte unbedingt eine Medaille im Einzel gewinnen, das war mein großes Ziel. Dass ich Vizestaatsmeister wurde, ist natürlich wunderschön und genial“, strahlte der 25-Jährige, den vor allem der Erfolg über Levenko happy machte: „Er ist ja mein Freund und ich habe im Training schon öfter gegen ihn gewonnen, wollte das jetzt endlich auch im Match zeigen.“

Bronze gab es für einen weiteren Stockerauer, Maciej Kolodziejczyk. Dieser holte dann im Doppel mit Serdaroglu ein weiteres Edelmetall als Dritte.

Stark war auch die junge Stockerauerin Sofia Lu Chen. Im Einzel schaffte sie es ins Halbfinale und holte Bronze, im Mixed-Doppel an der Seite ihres Vaters – und Ex-Teamspielers – Chen Weixing sogar ins Finale. Dort unterlagen die Stockerauer der OÖ-Paarung Diendorfer und Michael Trink mit 1:3. Dennoch war die Freude über Silber groß.