Andreas Vojta holt sich Bronze. Der Gerasdorfer Mittelstreckenläufer Andreas Vojta (28) holte bei seiner letzten Universiade in Taipeh eine Medaille.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 30. August 2017 (03:00)
Bronze glänzt wie Gold. Gerasdorfs Andreas Vojta.
ÖLV

Großer Jubel beim österreichischen Leichtathletikverband am Montagnachmittag: Andreas Vojta aus Gerasdorf holt bei der Universiade in Taipeh Bronze über die 5.000 Meter. Damit steht er, ebenso wie vor vier Jahren über 800 Meter, bei den Studenten-Weltmeisterschaften am Stockerl.

Den Grundstein für diese Medaille legte er bereits beim Vorlauf am Samstag. Den Vorteil, im zweiten Lauf zu sein und zu wissen, welche Zeit für eine Finalqualifikation notwendig ist, nutzten er und seine Mitstreiter perfekt aus, indem sie abwechselnd die Führungsarbeit übernahmen und ein kon stantes Tempo in Richtung dieser Zeit liefen.

Als Vojta klar war, dass der Aufstieg sicher war, nahm er sogar Tempo raus. Er lief als Siebenter seines Laufs in 14:29,78 Minuten deutlich in den Endlauf und sparte damit auch Kräfte. „Das war wichtig, weil man wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und Temperatur sehr viel schwitzt.“

"Es ist schön für mich, dass ich bei meiner letzten Universiade noch einmal Edelmetall geholt habe“

Das Finale am Montag begann, bedingt durch das hohe Tempo des Läufers aus Uganda, mit einem 2:42-Kilometer, Vojta platzierte sich von Beginn an in der Mitte des Feldes. Doch schon nach drei Runden beruhigte sich das Ganze wieder und die Kilometerzeiten wurden langsamer. Richtig los ging es dann 1.000 Meter vor dem Ziel, als der Brite Jonathan Davies das Tempo erhöhte. Der Gerasdorfer positionierte sich daraufhin perfekt und holte mit einem kraftvollen Endspurt hinter dem Franzosen Francois Barrer und Davies die Bronzemedaille.

„Ich bin es ruhig angegangen, wie ich es mir vorgenommen hatte, und habe auf den ersten Kilometern keine Kräfte verschwendet, aber immer gut Kontakt gehalten. Der Plan war, auf dem letzten Kilometer jederzeit bereit zu sein, attackieren zu können“, analysierte Vojta. „Als ich eine Runde vor Schluss unter den Top vier war, habe ich gewusst, jetzt muss ich einfach dran bleiben und nur mehr Vollgas geben. Es ist schön für mich, dass ich bei meiner letzten Universiade noch einmal Edelmetall geholt habe.“