Ö3-Staffel verpasste Einzellauf-Weltrekord knapp. Beim 36. Vienna City Marathon scheiterte die Ö3-Staffel mit zwei Läufern aus dem Bezirk Korneuburg knapp an der anvisierten Bestmarke und war trotzdem in Feierlaune.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 10. April 2019 (02:31)
Hitradio Ö3
Martin Sebek aus Korneuburg rannte den Kilometer in einer Top-Zeit.

2:01:39 Stunden – das ist der aktuelle Marathon-Weltrekord, eine unglaubliche Zeit, gelaufen vom Kenianer Eliud Kipchoge 2018 in Berlin. Die Ö3-Staffel mit dem Korneuburger Martin Sebek und Simon Schmidmayr aus Langenzersdorf hat am Sonntag beim 36. Vienna City Marathon alles gegeben, um diesen Weltrekord zu knacken. Am Ende reichte es nicht ganz, die 42 Läufer schafften aber immerhin eine Zeit von 2:04:18.

Bei der Ö3-Marathon-Challenge hat das Ö3-Team von 2014 bis 2017 versucht, den Wien-Marathon schneller zu laufen als der Sieger. Jeder der 42 Ö3-Hörer lief dabei einen Kilometer – der letzte ein bisschen mehr – und übergab das Ö3-Staffelholz, bis der letzte die Ziellinie überquerte. Zweimal hat das Team diese Challenge gewonnen, zweimal verloren. Im Vorjahr (2018) wurde dann erstmals mit so einer Staffel der Marathon-Weltrekord ins Visier genommen.

Für den 27-jährigen Sebek war es ein unvergessliches Erlebnis: „Es war eine Herausforderung, weil du einen Kilometer Vollgas rennen musst. Einen zweiten hätte ich auch nicht mehr geschafft (lacht).“ Er lief 2:58 Minuten im Bereich Schwedenplatz und Praterstraße und zollte danach den Top-Athleten Respekt: „Wenn man sich überlegt, dass wir Läufer mit einem gewissen Niveau auf einem Kilometer langsamer sind als der Weltrekordmann auf 42, dann ist das eigentlich unglaublich und nicht vorstellbar.“

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Ähnlich sah es der 17-jährige Schmidmayr: „Es gab nur eine Devise, volles Rohr loslegen. Es war echt cool, an der Spitze des Feldes zu laufen.“ Läuft doch die Ö3-Staffel sogar noch vor den Spitzenläufern weg. Der Youngster brauchte zwischen 2:50 und 2:55 Minuten und resümierte: „Eine geile Erfahrung.“ Beide bewarben sich übrigens online und wurden vom Ö3-Trainerteam ausgewählt.

Auch viele anderer Korneuburger liefen in Wien mit, beispielsweise Didi Pfeiler von den Grünen Stockerau, neben der Stockerauer Stadtpolitik auch sportlich sehr aktiv, gemeinsam mit Arbeitskollegen als Vierer-Staffel „Die Zugvögel“. Als Startläufer übernahm Pfeiler die ersten 15,5 km von der Reichs brücke nach Schönbrunn und übergab nach 1:27 Stunden.