Zum Abschied noch einmal beim Weltcup. Der Leobendorfer Tobias Neumann beendete seine Karriere. Er durfte zum Abschluss noch einmal als Vorläufer am Semmering ran.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 06. Januar 2021 (01:03)
Legte sich noch einmal in ordentliche Schräglage: Tobias Neumann beim Weltcup am Semmering
zVg

Beim Ski-Weltcup am Semmering vor knapp zehn Tagen hatte der Leobendorfer Tobias Neumann seinen letzten großen Auftritt: Als Vorläufer hatte der 22-Jährige im – nach dem ersten Durchgang abgebrochenen – Riesentorlauf der Frauen die Ehre, als einer der Ersten die Piste am „Zauberberg“ hinunterzufahren – wie übrigens schon im Vorjahr, damals war er nur etwa 1,3 Sekunden langsamer als US-Superstar Mikaela Shiffrin.

Bereits zuvor hatte er das Ende seiner aktiven Karriere bekannt gegeben, und das ausgerechnet in jenem Jahr, in dem er den ersten FIS-Sieg seiner Laufbahn holte, als erster Weinviertler überhaupt. Leicht machte sich Neumann diese Entscheidung nicht, „es hat sich aber im Laufe der vergangenen Saison langsam herauskristallisiert. Ich hatte in den letzten Jahren einfach zu viele Verletzungen, zwei Knie-Operationen inklusive.“

Von der Piste geht es jetzt in luftige Höhen

Zudem merkte er, dass er bei den wichtigen Rennen den Anschluss an die nationale Spitze verloren hatte. „Der Wille war da, der Spaß auch. Aber ich habe mir eingestehen müssen, dass es nicht mehr möglich war, ganz vorne mitzufahren“, findet der Leobendorfer ehrliche Worte. Dem Skisport wird er zwar weiterhin eng verbunden bleiben, „aber jetzt steht nur mehr der Spaß im Vordergrund“, so Neumann.

Stichwort Vordergrund: Ab März geht es für ihn nun zum Bundesheer, wo sich Neumann für ein Jahr verpflichtet hat. Hintergrund ist, dass er hofft, bei den Piloten aufgenommen zu werden. Sein großer beruflicher Traum ist es nämlich, einen Rettungshubschrauber zu steuern. „Das wollte ich immer schon. Ich werde mit demselben Biss an die Sache rangehen wie beim Sport“, meint Neumann abschließend.