Ein herber Dämpfer im Aufstiegsrennen. Die Kremser kommen gegen Gaflenz nicht über ein Remis hinaus. Ebreichsdorf liegt nun vier Punkte voran.

Von Hans-Peter Pressler. Erstellt am 18. Mai 2015 (08:18)
NOEN, Horst Sommer
Wie verhext. Miroslav Slavov und seine Kremser Teamkollegen brachten den Ball einfach nicht im Gaflenzer Kasten unter. Vor allem der Torjäger vom Dienst war nicht gerade vom Glück begünstigt.

KREMS - GAFLENZ 0:0. Morgenstund hat nicht immer Gold im Mund. Der KSC kam am Sonntagvormittag gegen Gaflenz nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Die Punkteteilung bedeutet für die Schwarz-Weißen einen Rückschlag im Rennen um den Titel, denn Ebreichsdorf siegte am Freitag in Ardagger souverän mit 3:0 und führt die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung auf den KSC an.

„Jetzt haben wir es nicht mehr selbst in der Hand“, rechnet KSC-Trainer Christian Karl vor. Die Kremser müssen nun die ausstehenden vier Spiele gewinnen, darunter das direkte Duell gegen Ebreichsdorf, und zusätzlich auf einen Ausrutscher des Tabellenführers hoffen.

Traum vom Aufstieg droht zu platzen

Die Punkteteilung gegen gut organisierte Gaflenzer hatte mehrere Faktoren. Entscheidend war nach einer guten Stunde sicherlich die falsche Wahrnehmung von Schiedsrichterassistent Gheorghe Adrian Enachi, der einen Kopfballtreffer von Miroslav Slavov wegen Abseitsstellung annullierte. „Eine klare Fehlentscheidung“, ärgerte sich Vorlagengeber Daniel Bayer.

In Halbzeit eins scheiterten Christian Schragner und Miroslav Slavov am guten Gäste-Keeper Rafael Aistleitner. Christoph Fertl hatte bei einem Lattenschuss Pech. Nach dem Wechsel packten die Kremser mit Fortdauer des Spiels die Brechstange aus. Wirklich zwingende Chancen ergaben sich aber nicht mehr. Gaflenz nutzte den sich bietenden Raum zu gefährlichen Kontern, blieb seinerseits im Abschluss ebenfalls ohne Fortüne. Am Freitag gastiert die Karl-Truppe in Mannsdorf. „Es gibt nur noch eine Devise - Vollgas!“, will Karl den Traum vom Aufstieg in die Regionalliga nicht aufgeben.