Kremser eiskalt wie die Bedingungen. Dank einer effizienten Chancenverwertung und eines starken Keepers Zwirner siegt der SC Steiner Tor Krems.

Von Hans-Peter Pressler. Erstellt am 27. Oktober 2014 (09:08)
NOEN, Sommer
Christian Schragner (r.) agierte gegen Mannsdorf einmal mehr als umsichtiger Denker und Lenker im Spiel des SC Steiner Tor Krems. Der Mittelfeldstratege legte mit einer mustergültigen Freistoßflanke den zweiten Treffer für Robert Fekete auf.

KREMS - MANNSDORF 3:1. Die Marchfelder reisten nach fünf Spielen ohne Sieg mit einem neuen Trainer nach Krems. Was allerdings der Sportliche Leiter-Stellvertreter Rudolf Schuster nicht wissen konnte. Er teilte am Freitag-Mittag dem geschassten Trainer Manfred Wachter per Telefon die Absage des Reservespiels mit. Lapidare Antwort: „Gut zu wissen, geht mich aber seit gestern nichts mehr an.“

Das sechste Heimspiel in dieser Saison lockte so wenig Zuschauer wie noch nie ins Stadion. Nasskalt und unfreundlich war es, umso erwärmender der tolle Start der Kremser: Die ersten beiden Duftmarken setzte Miroslav Slavov, wirklich konkret wurde dann Robert Fekete. Einen haltbaren Schuss von der Strafraumgrenze ließ Mannsdorf-Keeper Peter Reiter passieren, bei einem Kopf nach Schragner-Freistoß war Reiter machtlos. „Wir haben in den ersten 20 Minuten super gespielt“, lobt KSC-Trainer Christian Karl.

Achte gelbe Karte für Denk

Danach kam der Motor etwas ins Stottern. Mannsdorf spielte mit dem Rücken zur Wand und forderte die KSC-Hintermannschaft wie noch selten ein Team in dieser Spielzeit. KSC-Keeper Christian Zwirner nutzte diese Gelegenheit und konnte sich zahlreiche Male auszeichnen. Miroslav Slavov machte nach einer Stunde mit einem Abstauber den Sack zu. Daraufhin war für den ausschlussgefährdeten Kapitän Erwin Denk Schluss. Der Wachauer kassierte in Halbzeit eins seine bereits achte gelbe Karte in dieser Spielzeit.

In der Nachspielzeit erzielte Marcel Vittner Mannsdorfs Ehrentreffer, doch die Blicke waren Richtung Sitzplatztribüne gerichtet. Ein langjähriger Fan und treues Mitglied des KSC wurde nach einem Zusammenbruch mit dem Notarzt in Krankenhaus gebracht. „Wir wünschen ihm und seiner Familie alles erdenklich Gute“, spricht Mananager Georg Stierschneider im Namen der KSC-Familie Genesungswünsche aus.