"Können nur hoffen". Schrems holte sich just vor dem Derby einen ordentlichen Dämpfer. Gmünder kommen mit breiter Brust.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 29. September 2014 (09:52)
NOEN, Matthias Reisinger
Die Defensive steht wieder. Miroslav Hozda (links) & Co. formierten die Amaliendorfer Hintermannschaft gegen Haitzendorf (Markus Geppl) wieder zu einer echten Abwehr. Gegen Atzenbrugg sollen nun auch die Offensiv-Mannen um Petr Bartejs wieder treffen.

SCHREMS - GMÜND, Freitag, 19.30 Uhr. „Wenn wir so gegen Gmünd spielen, kassieren wir acht Tore“, kritisierte Coach Manfred Mayer das Auftreten seiner Elf in Eggenburg (1:5) hart. Die Vorzeichen des Derbys könnten unterschiedlicher nicht sein: Gmünd stürzte als erstes Team des Jahres Rohrendorf und Schrems stürzte wieder in die Krise.

„Ich kann zurzeit nur hoffen“, sagt Mayer. „Es wird sich zeigen, wer Charakter hat. Wir dürfen uns auf jeden Fall nicht alleine auf das spielerische Können verlassen, sondern müssen das Herz in die Hand nehmen.“ Motivation, endlich Einsatz zu zeigen, sollte das Duell gegen Gmünd – noch dazu vor eigenem Publikum – genug sein, sagen Mayer und Sportleiter Herbert Zimmel unisono. „Ein Derby hat andere Gesetze“, bemüht Zimmel das Phrasenschwein.

Wie es personell am Freitag aussehen wird, entschied sich am Montagabend bei einem Krisengespräch nach NÖN-Redaktionsschluss. Mayer: „Man wird sehen, wer Charakter beweist.“ Verletzte oder Gesperrte gibt es jedenfalls keine.

Für Christian Kellner, Gmünds Trainer, ist die Zielsetzung indes klar: „Ich will drei Punkte!“ Moralisch gestärkt durch den ersten Heimsieg der Saison wollen die Grenzstädter jetzt auch das 4:0 vom letzten Auftreten in der Granitstadt wiederholen. „Wir haben eine starke Mannschaft, überheblich sein dürfen wir auf keinen Fall“, warnt Kellner. „Schrems kann sich jederzeit wieder erfangen. Gegen uns muss es ja nicht gerade sein.“ Ob der an Grippe erkrankte Philipp Haidl rechtzeitig fit wird, ist derzeit fraglich, Alexander Bauer sollte hingegen wieder zur Mannschaft stoßen.

AMALIENDORF - ATZENBRUGG, Samstag, 16 Uhr. Beim einzigen noch punktelosen Verein der Liga kommt der Optimismus zurück nachdem man beim Tabellenführer Haitzendorf trotz Niederlage (0:2) bravourös aufgetreten ist. „Wir waren bisher immer knapp dran, jetzt muss es einmal reichen“, meint Spielertrainer David Langer, der wohl aus dem Vollen wird schöpfen können – nur Einser-Goalie Christian Macho zwickt‘s schon wieder. „Verletzt ohne Training“, ist Sektionsleiter Wolfgang Dürnitzhofer genervt. Punkte sollen gegen Aufsteiger Atzenbrugg dennoch her. „Es führt kein Weg daran vorbei.“