An Europas Spitze. Die Paudorferin Simone Fürnkranz durfte sich bei ihrem Europameisterschafts-Debüt gleich über den Titelgewinn freuen.

Von Stefan Berndl. Erstellt am 30. Juni 2014 (09:06)
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Simone Fürnkranz kürte sich in Kitzbühel zur Europameisterin.

Nach ihrem starken dritten Rang bei ihrer Weltmeisterschafts-Premiere in London im letzten Jahr wollte Simone Fürnkranz auch bei der Age-Group-EM in Kitzbühel über die olympische Distanz einen Spitzenplatz ergattern. Gesagt, getan. Die 34-Jährige zeigte sich von ihrer besten Seite und holte sich den Europameister-Titel.

„In London bin ich noch ohne Erwartungen in den Bewerb gegangen, diesmal wollte ich unter die besten drei“, so Fürnkranz, die hart auf die EM hingearbeitet hatte. Die Hörfartherin stellte damit einmal mehr ihre Klasse unter Beweis. Da auch ihr Vereinskollege Alexander Frühwirth zwei Silbermedaillen eroberte, gab es für den URC Langenlois allen Grund zur Freude. Die Kamptaler haben neben den beiden Triathlon-Aushängeschildern aber noch mehr zu bieten, wie auch Fürnkranz weiß: „Der Verein ist auf einem sehr guten Weg und leistet vor allem eine tolle Nachwuchsarbeit.“ Zahlreiche Talente stehen bereits in den Startlöchern.

Der Triathlonsport ist auf dem Vormarsch 

Triathlon gilt zwar noch immer als Randsportart, hat aber in den letzten Jahren immer mehr Aufschwung bekommen. Mitverantwortlich dafür sind auch nationale Aushängeschilder: „Der Olympiasieg von Kate Allen 2004 hat sicher einiges bewirkt, und auch der Ironman Austria in Klagenfurt trägt zum guten Image des Triathlonsports bei.“ So verwundert es auch nicht, dass immer mehr Kinder und Jugendliche auf den Geschmack kommen und sich im Triathlon versuchen. Die frischgebackene Europameisterin sieht den Reiz ihres Sport vor allem in der Abwechslung: „Die Kombination von drei verschiedenen Disziplinen sorgt dafür, dass man nicht immer dasselbe trainieren muss, sondern variieren kann.“

Die 34-Jährige befindet sich seit Jahren mittendrin in der nationalen Spitze ihrer Klasse, nun ist sie auch international ganz oben angekommen. Die nächste Herausforderung wartet nun im August: die Staatsmeisterschaften über die Triathlon-Halbdistanz. Fürnkranz würde dort als Titelverteidigerin starten.

Hintergrund

Geburtstag: 20. September 1979.

Beruf: Simone Fürnkranz ist seit einem Jahr selbstständig und betreibt ein Zeichenbüro. Durch ihre Selbstständigkeit lassen sich Beruf und Sport optimal unter einen Hut bringen.

Von nichts kommt nichts: Die 34-Jährige trainiert zweimal täglich und hat ein Trainingspensum von rund 16 Stunden pro Woche.

Familienmensch: Die Zeit, die Fürnkranz neben Arbeit und täglichem Training bleibt, widmet sie ihrer Familie, insbesondere ihrer vierjährigen Tochter.