Das Familienduell. Fechten / Andreas Hrubesch setzte sich beim Otto-Sokopp-Turnier in Wien gegen Bruder Fritz durch und sicherte sich einen WM-Startplatz.

Erstellt am 10. März 2014 (23:59)
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Von Stefan Berndl

Andreas Hrubesch ist die Teilnahme bei der Senioren-Weltmeisterschaft Anfang Oktober sicher, sein Bruder Fritz muss den Umweg über die österreichischen Meisterschaften nehmen. Unter dem Motto „Es kann nur einen geben“ standen sich die beiden Brüder beim  Otto-Sokopp-Turnier der Senioren in Wien gegenüber und fochten um das WM-Ticket. Der Ausgang ist bekannt, Andreas Hrubesch setzte sich deutlich mit 10:5 durch.

„Zwischen uns läuft es im Normalfall ziemlich ausgeglichen. Da entscheidet zumeist die Tagesverfassung“, gab der frischgebackene WM-Teilnehmer zu, „aber Fritz sollte dennoch keine Probleme haben, sich zu qualifizieren.“ Neben Hrubesch sicherte sich der Grazer Georg Blaschka mit dem Turniersieg ebenfalls die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Die nächsten zwei Tickets werden nun bei den österreichischen Meisterschaften in Graz vergeben, die Anfang Mai über die Bühne gehen.

Die Gebrüder Hrubesch auf Medaillenjagd 

Kurz danach könnte es für die beiden Brüder bereits um internationales Edelmetall gehen: Mitte Mai findet im kroatischen Porec die Team-EM der Senioren statt, bei denen sich das Duo mit der österreichischen Mannschaft gute Chancen auf eine Medaille ausrechnen darf. „Das Ziel wäre natürlich ganz klar ein Stockerlplatz“, bestätigt Andreas Hrubesch. Für den 58-Jährigen wäre es die zweite internationale Medaille, nachdem er bereits bei der Team-EM in Frankreich 2000 Bronze ergattert hatte.

Bei Senioren-Weltmeisterschaften steht bislang ein 17. Platz aus dem Jahr 2008 als bestes Resultat zu Buche. Vor zwei Jahren, als die WM in Krems Station machte, lief es für den Lokalmatador jedoch nicht ganz nach Wunsch, er kam über Rang 39 nicht hinaus. Die Ausgangslage für die heurige WM ist für Hrubesch klar: „Es wird verdammt schwer werden, da sich der Seniorenfechtsport in den letzten Jahren massiv nach oben entwickelt hat. Für mich ist schon die Tatsache, mit dabei zu sein, eine tolle Sache.“

Hintergrund
Geburtsdatum: 15. Juli 1956.
Hobbys: Früher war Hrubesch begeisterter Bergsteiger, heute gilt seine Leidenschaft vor allem dem Radfahren und Laufen.
Ein echtes Vorbild: Nicht nur der Vater darf sich sportliche Erfolge zurechnen, sondern auch die beiden Söhne, Jakob und Simon. Während der 20-jährige Jakob Hrubesch als Schwimmer zu glänzen weiß, schlüpft sein jüngerer Bruder Simon (13 Jahre) in die Fußstapfen des Vaters und ist auch im Fechtsport aktiv.
Größter Erfolg: Bronze bei der Senioren-Team-EM 2000.