WM-Coup in Wuxi, China. Trotz erneuter Knieverletzung bewies Johannes Poscharnig Talent und kämpfte sich in der Weltrangliste um 37 Plätze nach oben.

Von Magdalena Klement. Erstellt am 21. August 2018 (01:47)
Fechtunion Krems
Bei der WM in Wuxi, China, zeigte Johannes Poscharnig (Fechtunion Krems) trotz eines verletzten Knies eine Spitzenshow.

Als einziger für die Weltmeisterschaft qualifizierter Österreicher ging Johannes Poscharnig, seines Zeichens Aushängeschild der Fechtunion Krems, in Wuxi an den Start.

Nach einer starken Vorrunde konnte Poscharnig die erste Direktausscheidung überspringen und fand sich somit gleich in der zweiten, gegen den Brasilianer Hector Shimbo, wieder. Der Österreicher dominierte seinen Gegner im Gefecht und konnte am Ende auf einen 15:9-Score blicken. Der Brasilianer konnte allerdings seine Emotionen nicht im Zaum halten und attackierte Poscharnig derart, dass dieser gleich zweimal umgemäht wurde.

Beim zweiten Körperkontakt kam es zu einer erneuten Verletzung des im Vorjahr operierten Knies. Für Poscharnig bedeutete dies zwar kein Ausscheiden, aber eine sichere Einschränkung. Im nächsten Gefecht gegen den italienischen Weltklassefechter Andrea Cassara machte sich das Handicap dann aber zu stark bemerkbar, der Kremser schied aus. Trotz seiner erneuten Knieverletzung konnte sich Poscharnig in der Weltrangliste um ganze 37 Plätze nach oben, auf Rang 59, kämpfen.

Diese Bilanz lässt auch die weiteren Prognosen für die kommende Saison im Herbst sonnig erscheinen: Eine nach der WM durchgeführte MR-Untersuchung des Knies ergab zwar eine massive Zerrung, stellte aber keinen Ein- oder Abriss eines Bandes fest. Der Titelverteidigung beim „Steirischen Panther“, einem österreichischen Ranglistenturnier in Graz, steht somit nichts im Wege.