Sarah Fischer ärgert sich über die WM-Jury. Sarah Fischer landete bei der Weltmeisterschaft in Thailand auf Rang 10. Zwei Stoßversuche wurden ungültig gewertet.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 01. Oktober 2019 (01:06)
Ihre erste Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich lief für Sarah Fischer und Trainer-Papa Ewald nicht ganz nach Wunsch.
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Platz zehn im Zweikampf bei ihrer ersten Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich – das im Vorhinein ausgegebene Ziel ihres Trainer-Papas Ewald hat die Rohrendorferin Sarah Fischer in Thailand erreicht. Zufrieden ist die ehrgeizige 18-Jährige damit trotzdem nicht. „Ich habe nach dem letzten Stoßversuch mit den Tränen gekämpft, weil ich gewusst habe, dass ich hier eine Riesenchance vergeben habe.“

Die Schiedsrichter und Jury hatte Fischer beim Stoßen nicht auf ihrer Seite. Bei ihrem ersten Versuch über 125 Kilogramm overrulte die fünfköpfige Jury das Schiedsrichtergremium, das grünes Licht gegeben hatte. „Ich war völlig entsetzt, habe aber natürlich versucht, Sarah zu motivieren und das Letzte aus ihr herauszuholen“, erzählt Ewald Fischer. Das gelang auch. Sarah nahm die 125er-Hürde im zweiten Versuch und ließ für das Grande Finale die österreichische Rekordlast von 130 Kilogramm auflegen. Trotz großer Anstrengung beim Aufstehen aus der Hocke stieß sie das Gewicht in die Höhe. Diesmal erwiesen sich aber die Schiedsrichter als Spielverderber und werteten den Versuch ungültig. „Das hätte man auch anders entscheiden können“, ärgerte sich Ewald Fischer.

Seine Tochter verpasste durch die Entscheidung den siebenten Platz im Zweikampf, nachdem sie im Reißen mit 97 Kilo nur Rang 14 belegt hatte. Das Resümee über die Rückkehr nach Thailand, wo sie 2017 U17-Weltmeisterschaftsgold geholt hatte, fällt mit etwas Abstand gerade im Hinblick auf das kommende Jahr dann doch nicht so negativ aus: „Sie hat wichtige Punkte für die Olympiaqualifikation gesammelt und liegt im Ranking jetzt auf dem hervorragenden 16. Platz in der Weltrangliste“, ist Fischer zufrieden.

Zeit zur Erholung hat die Rohrendorferin in den nächsten Wochen nicht. Schon am 25. Oktober möchte sie bei der U20-EM in Bukarest ihre Medaillensammlung erweitern.