Schrecksekunde für Sarah Fischer bei letztem Test

Erstellt am 05. Oktober 2022 | 04:38
Lesezeit: 2 Min
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Sarah Fischer stellte in Buchkirchen eindrucksvoll klar, wer die Nummer eins im österreichischen Gewichtheben ist.
Foto: Markus Koch
Trotz Kreislaufproblemen gab sich die Rohrendorfer Gewichtheberin Sarah Fischer bei Staatsmeisterschaft keine Blöße.
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Die Damenstaatsmeisterschaft 2022 wurde im oberösterreichischen Buchkirchen ausgetragen. Für Sarah Fischer, die stärkste Frau Österreichs, war dies das letzte Kräftemessen, bevor es Ende Oktober nach Albanien zur U23-Europameisterschaft geht.

Fischer wollte klarmachen, wer die klare Nummer eins in Österreich ist, und startete mit 100 Kilogramm ins Reißen. Beim ersten Versuch fehlte es an Konzentration, nach einer kleinen Standpauke von Trainer und Papa Ewald Fischer machte es seine Tochter beim zweiten Versuch besser und riss die 100 Kilogramm mustergültig. Im dritten und letzten Versuch im Reißen erhöhte das Fischer-Lager auf 105 Kilogramm, welche Sarah technisch perfekt absolvierte. Somit gewann die Leistungssportlerin das Reißen mit 14 Kilogramm Vorsprung auf die erste Verfolgerin.

Mit großen Erwartungen ging Fischer in das Stoßen, doch bereits im Aufwärmraum hatte die Athletin Schwierigkeiten mit der schlechten Luft. Nichtsdestotrotz startete die stärkste Frau Österreichs mit 127 Kilogramm im ersten Versuch. Diesen stellte Fischer bombensicher auf die Buchkirchner Wettkampftreppe und zerschmetterte damit jegliche Siegeschancen der Konkurrenz.

Der Sieg war der Rohrendorferin bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu nehmen, dennoch erhöhte das Fischer-Lager im zweiten Stoßversuch auf 133 Kilogramm. Doch plötzlich kam es zur Schrecksekunde: Fischer hatte sichtlich mit dem Kreislauf zu kämpfen und wankte zur Hantel, eine Umsetzung war nicht möglich. Schnell wurde sie von der Treppe gewiesen, sie verzichtete auf den Folgeversuch, um kein unnötiges Risiko einzugehen.

Letztendlich bewies Fischer einmal mehr, wer im Gewichtheben das Sagen hat. Fischer gewann das Reißen, Stoßen sowie den Zweikampf mit mehr als 20 Punkten Vorsprung.