GKL Waldviertel sechs Monate im Lockdown. Trotz aller Präventionsmaßnahmen mit Covid-Testungen, Quarantäne, Checks und Gesundheitstagebüchern arbeitete die Loiser Handballfamilie erfolgreich an der Zukunft.

Von Bert Bauer. Erstellt am 05. Mai 2021 (03:32)
Tief verwurzelt. Birgit Amsüß, Vanessa Primmer und Marianne Schütz (v. l.) sind nicht nur als Aktive für die GKL Waldviertel im Einsatz. Sie engagieren sich bereits mit Herzblut für die nächste Generation.
GKL Waldviertel, GKL Waldviertel

GKL-Koordinator Harald Brückl hat für die NÖN das unglaubliche Reservoir an den Klubaktivitäten der letzten sechs Monate zusammengefasst.

Lauftraining

Es wurden insgesamt 150 Online-Einheiten angeboten, 60 Laufeinheiten, coronabedingt teilweise nur in Zweierteams, absolviert. Im Morgengrauen wurden dabei vom Trainerteam die Routen abgesteckt, damit die GKL-Mädchen zeitversetzt und kontaktlos laufen gehen konnten.

Intensive Kontaktpflege

Die vereinseigene GKL-MyTeam-App wurde ausgebaut, um damit stetigen Kontakt zu den Spielerinnen zu halten.

Einfallsreichtum

Die Betreuer kreierten eine Wuzler-Challenge, einen virtuellen „GKL My Team Adventskalender“, Brain-Fitness, eine Motivations- und sogar eine Klopapier-Challenge.

Wertschätzung

Die Weihnachtsgeschenke für die Spielerinnen wurden von den Coaches vor deren Haustür gelegt, weil ein direkter Kontakt nicht möglich war.

Enge Bindung

Der zweitgrößte Frauenhandballverein in Österreich kämpfte um jede einzelne Spielerin unter dem Motto „Kein DU – kein HANDBALL – kein VEREIN(T)“.

Kooperationen

So wurde das Rote Kreuz Langenlois Woche für Woche bei den Testungen der Spielerinnen, Betreuerinnen und Betreuer unterstützt.

Kontaktpflege

Freundschaften zu anderen Vereinen wurden in dieser Zeit intensiviert. Man traf sich sogar virtuell zu einer gemeinsamen Athletik-Zoom-Einheit. Dadurch war es auch möglich, dass teilweise GKL-Ladys bei diesen Klubs mittrainieren und auch spielen durften.

Vor den Vorhang

Paula Aschauer wurde als erste GKL- Spielerin zur NÖN-Sportlerin des Jahres gewählt. Chiara Žáršká als erste Spielerin der GKL in den erweiterten Kader einer rot-weiß-roten Auswahl aufgenommen.

Gütesiegel

Die GKL Waldviertel hat Fixplätze für die ÖMS-Nachwuchsligen für alle Altersklassen, was für die hervorragende Jugendarbeit im Verein spricht.

Spitzensportstatus

Damit waren einige Nachwuchsteams berechtigt, bereits im Februar wieder das Training aufnehmen zu dürfen.

Aufstiegschance

In diesem halben Jahr wurde seitens der Vereinsverantwortlichen alles unternommen, um der Frauenliga-Equipe eine sportliche Chance zum Aufstieg in die Bundesliga zu ermöglichen.

Zusätzliche Motivation

In den letzten sechs Monaten absolvierten die Mädchen freiwillig zusätzliche Trainingseinheiten und zeigten damit, dass sich der Klub auf dem richtigen Weg befindet, um ein NÖ Leistungsstützpunkt für den Frauenhandball zu werden.

Blick nach vorne

Bereits jetzt wird an der Fortsetzung des GKL-Weges Richtung Spitze gebastelt. Mit Vanessa Primmer, Birgit Amsüß und Marianne Schütz haben sich wieder drei GKL-Ladys bereit erklärt, die C-Trainerausbildung anzustreben. Diese enge Bindung an den Verein wurde schon vor Jahren eingeschlagen, denn aktuell unterstützen vier aktive und eine ehemalige Handballerin das Frauenligateam, wenn es ihnen zeitlich möglich ist.