Ivan hielt erneut Kremser Sieg fest. Die Wachauer hatten als deklarierte Favoriten mit den Kärntnern mehr Mühe als erwartet. So wie zuletzt in Tirol war wieder Keeper Ivan Budalić der "Vater des Sieges", der seine Vordermannen vor einer durchaus drohenden Blamage bewahrte. Damit bleibt der UHK weiter im Rennen um eine gute Ausgangsposition für die Viertelfinalspiele.

Von Bert Bauer. Erstellt am 04. April 2021 (10:48)

UHK KREMS - HC FERLACH 27:23 (12:9). Die Kärntner präsentierten sich einmal mehr als unangenehmer Gegner, der nie aufsteckte, schließlich aber ihren Meister in Ivan Budalić fanden. Nach seiner sensationellen Leistung in Schwaz eine Woche zuvor, legte der Kroate gegen sein Ex-Team mit sage und schreibe 28 Saves noch einmal nach. Das hätte für das Wachauer Konterspiel eigentlich die Basis für jede Menge schneller Tore sein können, war es leider nicht. Die "Rot-Gelben" vermurksten oft schon im Ansatz die in der Abwehr gewonnen Bälle und sorgten dafür, dass die Gäste nie die Hoffnung auf ein mögliches Erfolgserlebnis aufgaben. Auch Regisseur Jakob Jochmann war diesmal weit von seiner Normalform entfernt, scheiterte beim Stand von 10:7 am "Punkt" an Ferlach- Goalie Urbić, sodass sich der Rückstand der Legionärstruppe aus der Büchsenmacherstadt zur Pause mit drei Toren in Grenzen hielt.

Fehlerhafter UHK spielte mit dem Feuer

Ein Triple-Pack von Tobias Auß, neben Keeper Budalić der beste Kremser, verschaffte dem Favoriten mit der 15:9-Führung kurzfristig Luft. Acht Minuten vor Schluss hatten sich die Kärntner aber neuerlich auf 22:20 herangekämpft, nachdem auch Fabian Posch zweimal frei vom Kreis kläglich vergeben hatte. In dieser heißen Phase blieb einmal mehr "Sebo" Feichtinger cool, traf zum psychologisch wichtigen 25:21 (55.). Oliver Nikic machte mit dem 26.UHK-Treffer dann endgültig den Deckel drauf.

Die tolle Meisterschaftsserie der Kremser fand seine Fortsetzung, aber die Mannschaft blieb mit Ausnahme ihres überragenden Ivan Budalić und Tobias Auß diesmal einiges schuldig, was Trainer Ibish Thaqi auch offen ansprach: "Wir konnten unsere gute Deckungsleistung diesmal nicht in Kontertore ummünzen. Die Burschen wirkten zu wenig fokussiert, nahmen die Partie zu sehr auf die leichte Schulter." Für den Kremser Coach war diese Partie auch ein Warnschuss für den kommenden Schlager am Dienstag gegen West Wien: "Unsere Führungsspieler müssen wieder mehr Verantwortung übernehmen, sonst könnten wir eine böse Überraschung erleben."

Tore UHK Krems: Jakob Jochmann (3), Tobias Auß (6/1), Fabian Posch (3), Kenan Hasecic (1),  Gabor Hàjdu (1), Gunnar Prokop (2), Sebastian Feichtinger (4), David Nigg (2), Oliver Nikic (3), Gašper Hrastnik (2).