Krems bringt Bruck rasch in Bedrängnis. Krems überforderte Bruck mit technisch versiertem Tempohandball und siegte auswärts mit zehn Treffern Vorsprung.

Von Verena Bauer. Erstellt am 05. September 2017 (02:58)
Tobias Schopf feierte seinen Saisoneinstand mit neun Toren, darunter zwei verwertete Siebenmeterwürfe.
Sommer

Eigentlich fuhr das UHK-Team mit Bauchweh aus Krems weg. Grund war der Ausfall von Vlatko Mitkov (Muskelfasereinriss in der Wade). „Wir haben nicht gewusst, wie das Team reagieren wird“, erzählt Neo-Coach Ibish Thaqi. „Dann war aber relativ schnell klar, dass wir die bessere Mannschaft sind.“

Kremser zeigten Tempohandball

Nach 15 Minuten wurde es nämlich stiller in der ausverkauften Brucker Halle, die zum Anpfiff einem Hexenkessel geglichen hatte: Bereits nach zehn Minuten Spielzeit hatte Tobias Schopf sein Team 4:2 in Führung geschossen. Nach einer Viertelstunde war klar, dass selbst Brucks Neuzugang Lucijan Fizuleto das Ruder nicht mehr herumreißen konnte.

Bis zur Halbzeit lagen die Gäste durch einen verwerteten Siebenmeterwurf von Schopf dann bereits mit 18:11 in Führung. Vor allem der Kremser Tempohandball kostete die Steirer wertvolle Kräfte; Fehlwürfe und Empty-Net-Tore nagten an der Brucker Motivation.

„Wir haben eine breitere Bank und die Möglichkeit, bei gleichbleibender Qualität viel zu wechseln“, erklärt Thaqi. „Aber auch konditionell waren wir einfach besser drauf und haben Bruck müdegelaufen.“ Eine solide Deckung rund um einen routinierten Gregory Musel taten in der Steiermark ihr Übriges.

Kremser Sieg geriet nie in Gefahr

Zwischenzeitlich lag Rot-Gelb sogar mit zwölf Toren in Führung (26:14). „Als klar war, dass Bruck uns nicht gefährlich werden konnte, haben wir dann ein bisschen Tempo rausgenommen“, so Thaqi. „Mir war wichtig, dass jeder Spieler Anteil an dem Sieg hat und sich beweisen kann.

“ In der Torschützenliste zog Tobias Schopf allen voran. Er hatte seine Knieverletzung schneller weggesteckt als erwartet. Insgesamt sorgte der Goalgetter des UHK Krems für neun Tore. „Tobi war bis zu seiner roten Karte überragend“, lobte UHK-Obmann Josef Nussbaum. „Ich hätte nicht erwartet, dass er so kurz nach seiner Verletzung wieder auf diesem Niveau spielt.“