Nach Pleite alle Kräfte mobilisiert. Play-off-Konkurrenz / Drei Tage nach der Westwien-Niederlage lieferte sich der UHK mit Leoben ein Duell auf Biegen und Brechen.

Von Verena Bauer. Erstellt am 29. September 2014 (09:44)
NOEN, Sommer
Erleichterung machte sich nach dem hart erkämpften Sieg auch bei Keeper Michal Shejbal und Kapitän Georg Chalupa breit.

KREMS - LEOBEN 37:31. Über das erste Spiel der englischen Woche in der Südstadt sollte laut Josef Nussbaum der Mantel des Schweigens gebreitet werden. „Eigentlich ist das Ergebnis schmeichelhaft“, meinte er. Die Kremser rannten einen Großteil der Partie, die mit einer 27:22-Niederlage endete, einem Rückstand von bis zu elf Toren hinterher. „Am Schluss hat Coach Richardsson dann seine Youngsters auf uns losgelassen.“ Erstmals als neuer Mann in den Kremser Reihen feierte Kristof Vizvary gegen Westwien sein Comeback in der Defensive.

Gegen Leoben in der eigenen Halle schienen die Moser-Boys nach dem Anpfiff ebenfalls verzweifelt nach In spiration zu suchen. Das Team des Ex-Kremsers Wolfgang Filz wieser erkämpfte sich einen kleinen Vorsprung. Die Wachauer, zum Teil clever dirigiert von Sebastian Feichtinger, schienen Mühe zu haben, den Anschluss nicht zu verlieren. Gegen Ende der ersten Halbzeit übernahm Krems erstmals die Führung im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Play-off-Rivalen und ging mit 17:16 in die Pause. Die enge Kiste öffnete sich erst in den letzten 15 Minuten: Leoben ging die Puste aus, während Flügel Tobias Schopf und Christoph Neuhold zum Bombardement aufs Tor ansetzten. Filzwieser schien auf einmal nicht mehr die Antwort auf alle Kremser Tricks zu haben.

Vergebene Chancen am Siebenmeterpunkt

„Eine schwere Geburt“, fasst Ivo Belas die Partie zusammen. „Leoben ist nicht das gleiche Team wie im Vorjahr, hat zuletzt Hard viel abgefordert. Wir hatten Probleme, Sasa Barisic und Benas Petreikis unter Kontrolle zu bringen.“ Auch vom Siebenmeterpunkt ging den Hausherren nicht viel auf: Norbert Visy, Georg Chalupa, Neuhold und zuletzt auch Tobias Schopf hatten Probleme, das Leder im Kasten des „Hexers“ unterzubringen „In puncto Strafwurf-Ausbeute waren die Matches gegen Schwaz und Westwien mit je drei vergebenen Versuchen auch nicht ruhmreich“, so Belas. Lob gibt es für Schopf, der zuletzt ein Training wegen Schmerzen im Ellbogen abbrechen musste und mit einer Spritze vom Teamarzt für Leoben fit gemacht wurde. Ebenfalls hart im Nehmen war Günther Walzer, der gegen Westwien beinahe drei Zähne verlor und trotzdem im Einsatz war. Max Wagner, der sich gegen Westwien eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen hatte, konnte nicht auflaufen.

Erleichterung machte sich nach dem hart erkämpften Sieg auch bei Keeper Michal Shejbal und Kapitän Georg Chalupa breit. Sommer