Ein ärgerliches Kremser Déjà-vu in Hard. So wie in Schwaz reichte den Wachauern ein Zwischenspurt in Hard nicht. Mit den Fivers wartet die nächste Hürde.

Von Bert Bauer. Erstellt am 02. Dezember 2020 (02:44)
In Reichweite. So nahe wie dieser Ball für Topscorer Jakob Jochmann war für die Kremser auch ein Sieg in Hard. In den Schlussminuten fehlte den Wachauern aber einmal mehr die nötige Abgebrühtheit, um den knappen Vorsprung über die Distanz zu bringen.
Bert Bauer

HARD – KREMS 29:27.

Wieder knapp dran, aber leider wieder nichts Zählbares mitgenommen! So könnte man kurz und bündig den Kremser Auftritt bei den „Roten Teufeln“ charakterisieren, der dem verkorksten Match in Schwaz verblüffend ähnelte.

Die NÖN nahm mit Trainer Ibish Thaqi die gegenwärtigen Schwachstellen der Mannschaft genauer unter die Lupe.

Katastrophale Startphase. Für das Blackout in den ersten zehn Minuten findet auch der Coach keine plausible Erklärung. Dass die langen Busfahrten in den Westen der Grund dafür waren, kann er sich nicht vorstellen: „Welch Potenzial in den Burschen steckt, haben sie ja danach gezeigt!“

Konfuses Finish. Thaqi: „Die Mannschaft ist mit Ausnahme der beiden über 30-Jährigen Gabor Hàjdu und Fabian Posch noch sehr jung. Sie ist im Gegensatz zu den Harder Routiniers in der heißen Phase eines Spiels einfach noch zu wenig abgebrüht, um einen Vorsprung geschickt zu verwalten. Dann passieren in der Offensive leichte Fehler, und in der Folge schmeißen einige die Nerven weg.“

„Sorgenkind“ Aleks Glendža. Dass vom Montenegriner mehr kommen muss, ist auch für den Chefcoach Faktum: „Aleks ist bei uns leider noch nicht angekommen. Uns fehlt die Bedrohung aus dem linken Rückraum und somit vier bis fünf Tore von dieser Position pro Spiel. Aleks weiß das selbst. Wir arbeiten alle daran, dass er demnächst aufblüht.“

Formtief von Fabian Posch. „Fabian selbst ist sich bewusst, dass er in den letzten Partien nicht jene Leistung auf die Platte gebracht hat, die sich alle von einer Teamstütze erwarten.“ Thaqi ist aber zuversichtlich, dass er schnell wieder zu alter Stärke zurückfindet: „Jeder Spieler hat einmal ein Formtief. Als Routinier weiß er am besten, wie man da wieder rauskommt.“

DIE NÄCHSTEN SPIELE

KREMS – FIVERS, Samstag, 19.30 Uhr. Gegen den Europacupfighter wird es einer klaren Steigerung bedürfen, um endlich wieder anzuschreiben. Bereits für den 8. Dezember ist das Nachtragsspiel in Krems gegen Bärnbach/ Köflach terminisiert, sofern es die Corona-Situation zulässt. Am 12. Dezember tritt der UHK in der Südstadt gegen gegen Westwien an.