Tobias Schopf: „Das ganze Spiel verändert sich“. Analyse Tobias Schopf, Kapitän des UHK Krems, spricht mit der NÖN über die Vorbereitung, die Newcomer im Team und die Ziele.

Von Verena Bauer. Erstellt am 30. August 2016 (09:26)
Kapitän Tobias Schopf führt eine junge UHK-Mannschaft in die neue HLA-Saison. In der ersten Runde läuft Rot-Gelb gegen die Ferlacher Aufsteiger von Ivan Vajdl auf. Die Kärntner verzeichneten mit Adonis Gonzalez, Nemanja Malovic und Matthias Meleschnig drei Neuzugänge.
NOEN, Bauer

Die heißen Monate ohne Handball gehen in Krems endlich zu Ende – am Samstag startet der Moser Medical UHK Krems um 19 Uhr in der Sporthalle Krems gegen Aufsteiger Ferlach in die HLA-Saison 2016/17.

NÖN: Drei neue Spieler sind für die nächste Saison zu euch gestoßen. Wie hat das Team zusammengefunden?

Tobias Schopf: Fabian Posch hat eine Führungsrolle übernommen, aus der er bei Westwien ein bisschen gedriftet ist. Mit Gregory Musel und Flo Deifl haben wir zwei ähnliche Tormänner, die in der Vorbereitung gleiche Einsatzzeiten hatten. Hier wird man sehen, ob sich eine Nummer eins herauskristallisiert. Leonard Schafler am Flügel hat ein unglaubliches Händchen und variantenreiche Würfe – er muss sich nur mit der härteren Gangart in der HLA anfreunden.

Wie siehst du die Vorbereitungsphase, die jetzt endet?

Ich bin zufrieden. Ivo Belas hat sich viel überlegt, Neues ausprobiert und ein paar Spieler an ihre Grenzen gebracht. Das Niveau ist in Ordnung, und ich denke, dass alle Spieler anstatt einer Kerntruppe eingesetzt werden können.

Die Regeländerungen haben in der Handballwelt für Aufsehen gesorgt. Wie beurteilst du die Auswirkungen auf deine Mannschaft?

Generell stehe ich den Änderungen eher negativ gegenüber, weil sie das ganze Spiel verändern. Für uns als Mannschaft sind sie aber positiv: Wir haben uns in der Vorbereitung auf das 7:6-Spiel eingestellt. Wenn wir das diszipliniert spielen, ist es eine echte Waffe. Wegen der Gegenstöße mache ich mir kaum Sorgen, dann kassiert man halt ein direktes Tor anstatt eines Konters. Die Kremser Handballfans können sich jedenfalls darauf gefasst machen, dass sie diese Taktik öfter zu sehen bekommen.

Welches Ziel steuert ihr heuer an?

Primäres Ziel ist der fünfte Platz und damit das Obere Play-off. Die Auslosung kommt uns ein bisschen entgegen – ich glaube, dass wir in den ersten fünf, sechs Runden drei Partien sicher gewinnen können, um einen Platz im guten Mittelfeld abzusichern.

In der ersten Runde trefft ihr auf Ferlach. Deine Einschätzung?

Es muss fix ein Sieg her. Trotzdem dürfen wir Ferlach nicht auf die leichte Schulter nehmen – das dürfen wir heuer aber ohnehin bei keiner Mannschaft. Außerdem kann ich mich noch gut an eine blamable Auswärtsniederlage in Ferlach erinnern. Ein Teil der Mannschaft ist uns jedenfalls bekannt, natürlich haben sich die Kärntner auch Verstärkung geholt.