UHK Krems-Kapitän Simek: „Es gibt keinen Stillstand“. Trotz seiner Jugend ist Marko Simek als Teamkapitän des Meisters von allen voll akzeptiert. Der Aufbau-Mitte-Mann ist überzeugt, dass der UHK den Erfolgsrun fortsetzen kann.

Von Bert Bauer. Erstellt am 20. August 2019 (02:23)
H. Sommer
Kapitän Marko Simek ist sich nicht zu schade, beim Anpfiff eines Spieles vorerst einmal die Ersatzbank zu drücken, weil Jakob Jochmann in der zentralen Spielmacher-Position unumstritten die Nummer 1 ist.

Vor einem Jahr übernahm Marko Simek die Kapitänsschleife von Tobias Schopf. Ein Jahr später stemmte der 24-jährige Meisterschüssel und Cup-Trophäe in die Höhe. Mit dem Supercup am kommenden Samstag könnte aus dem Double sogar ein Triple werden. Die NÖN sprach mit dem sympathischen UHK-Spielführer über die bevorstehenden Aufgaben.

NÖN: Mit Ausnahme von zwei ,Roh diamanten‘ aus St. Pölten hat sich der Kader im Gegensatz zur Konkurrenz nicht maßgeblich verändert. Wie wird die Mannschaft mit der gesteigerten Erwartungshaltung von außen umgehen?

Marko Simek: Dass nach den Erfolgen größerer Druck auf allen lastet, ist uns bewusst. Nur sollten wir uns von Haus aus die Latte nicht gleich zu hoch legen.

Die Gegner sind bezüglich eurer Stärken vorgewarnt und werden sich darauf besser einstellen als zuletzt. Wie werdet ihr darauf reagieren?

Simek: Ich glaube, dass auch wir uns sowohl spielerisch als auch taktisch weiterentwickelt haben und gegen jedes Team die passenden Antworten auf dem Parkett finden können.

Ist nicht zu befürchten, dass das Feuer in der Mannschaft nicht mehr so lodert, nachdem man in Österreich in der letzten Saison fast alles erreicht hat?

Simek: Ganz im Gegenteil. Wir sind eine junge Truppe und durch den Erfolgsrun noch enger zusammengerückt. Wer unseren Trainer Ibish Thaqi näher kennt, der weiß, dass er weiter voll auf die Tube drücken wird. Für uns gibt es keinen Stillstand.

Aufgrund des kleinen Kaders wären Ausfälle von Stammspielern fatal. Könnte das nicht zu einem Einbruch führen?

Simek: Wir haben auch im Vorjahr Ausfälle gut weggesteckt, ich denke da nur an Lucijan Fižuleto und Aron Toman.

Wann ist mit Aron Tomans Comeback zu rechnen?

Simek: Nach zwei Kreuzband rissen ist Geduld angesagt. Ich denke, dass Aron im Dezember wieder voll einsatzfähig sein wird. Mir ist lieber, er kommt mit 100 Prozent Einsatzfähigkeit zurück als mit 80.

Zurück zum Supercup-Schlager gegen Hard. Wie groß sind die Chancen, dass aus dem Double gar ein Triple wird?

Simek: Ich bin voll zuversichtlich. Immerhin konnten wir Zeiner & Co im Frühjahr dreimal vor eigenem Publikum in die Schranken weisen. Auch diesmal wird die Halle wieder voll sein, die Fans werden uns hoffentlich zum Sieg pushen.

Seid ihr noch ein wenig betrübt, dass heuer nichts aus einer EC-Teilnahme wurde?

Simek: Wir müssen die Haltung des Vereins akzeptieren. Sie ist nachvollziehbar. Bei einer neuerlichen Qualifikation steigen wir, glaube ich, 2020 sicher ein.