UHK-Sieg gegen mit einem weinenden Auge. Der klare Erfolg des UHK Krems über die Weststeirer von Bärnbach/Köflach macht Lust auf mehr. Die schwere Verletzung von Marko Simek trübte die Freude.

Von Bert Bauer. Erstellt am 10. Februar 2021 (00:30)
Große Erleichterung. Nach der überzeugenden Vorstellung im Schlüsselspiel gegen Bärnbach/Köflach reisen die Kremser mit Kenan Hasecic, Gašper Hrastnik und dem immer stärker agierenden UHK-Goalie Ivan Budalić (von links) am Sonntag mit breiter Brust zum Spiel gegen Rekordmeister Bregenz.
Bert Bauer

KREMS - BÄRNBACH/KÖFLACH 28:20

Gespannt hatte man im Kremser Lager dem Restart der Punktejagd gegen die Weststeirer entgegengefiebert. Dementsprechend groß war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff. Durch den klaren Erfolg haben die Wachauer auch bei einer möglichen Punktegleichheit nach der Hauptrunde gegenüber der Spielgemeinschaft aus der grünen Mark die Nase vorne.

Den Gastgebern schien die lange Pause offensichtlich gutgetan zu haben, obwohl nur ein Vorbereitungsspiel ausgetragen werden konnte. Das neue Gesicht der „Rot-Gelben setzte sich aus folgenden Mosaiksteinen zusammen:

Defensive nach WM-Vorbild

Zwanzig Gegentore sprechen deutlich für die starke, gegenüber dem Vorjahr aggressivere Abwehrarbeit von Gabor Hàjdu & Co. „Unserem Abwehrblock gelang es, den Spielfluss des Gegners mittels ,Stoppfouls‘ oft zu unterbrechen. Dass dabei auch die eine oder andere Zweiminuten-Strafe rausschaute, liegt in der Natur der Sache“: Trainer Ibish Thaqi sah sich in seiner Vorbereitungsarbeit bestätigt. Ein Schwerpunkt des Trainings lag auch im Verbessern der kollektiven Defensivarbeit.

Feichtinger-Comeback

„Sebo ist ein reiner Glücksfall für uns“, kommentierte Thaqi die Rückkehr des 28-Jährigen in die Wachau Anfang Jänner. Stark im Zweikampf und stets eine Bedrohung aus der Distanz – dafür stand Sebastian Feichtinger schon bei seinem ersten Engagement in „Rot-Gelb“. Obwohl erst fünf Wochen wieder Mitglied des UHK-Aufgebots, glänzte „Sebo“ gegen die Weststeirer auch als Assistgeber.

Mentale Stärke

Die Heimischen mussten schon vor dem Anpfiff auf Flügelflitzer David Nigg verzichten, dem derzeit eine Entzündung im Schulterbereich zu schaffen macht. Auch der schmerzhafte Ausfall von Kapitän Marko Simek bereits in Minute 17 ließ den UHK-Zug nicht entgleisen. Im Gegenteil: Nach dem Seitenwechsel musste das erste Brett der Steirer dem hohen Tempo Tribut zahlen und wurde vom Heimteam regelrecht überfahren‘. Thaqi anerkennend: „Respekt, wie die Burschen den Ausfall ihres Kapitäns mental weggesteckt haben.“

Starker Tormann

Die Quote eines Keepers ist oft für den Spielausgang entscheidend. In der zweiten Halbzeit wandelte Ivan Budalić auf den Spuren seines Vorgänger Mika Shejbal. Seine Top-Leistung krönte der Kroate neben 13 Saves mit einem schönen Empty-Net-Goal.