Handball: Schwaz ist der „Aufsteiger der Saison“. Tiroler Überflieger bauten keine Bruchlandung. Fivers könnten sich als ,Abfangjäger‘ entpuppen. Hard rüstet vor Showdown auf.

Von Bert Bauer. Erstellt am 03. März 2021 (00:12)
Die Kremser nützten die Winterpause optimal, stabilisierten ihr Spiel und hatten mit Jakob Jochmann einen überragenden Regisseur, der sich nie zu schade ist, auch in die Schnittstellen des Gegners zu gehen.
Bert Bauer

Obwohl noch einige Nachtragspartien ausständig sind, kann man davon ausgehen, dass der UHK seinen vierten Rang behalten wird. Westwien müsste alle seine ausständigen drei Spiele gewinnen, um die Wachauer noch zu überholen, was eher unwahrscheinlich ist. Die NÖN nahm die neun Kremser HLA-Konkurrenten vor dem Start der Bonus- und Quali-Runde unter die Lupe.

ALPLA HARD

UHK-Trainer Ibish Thaqi sah die Vorarlberger als Titelkandidat Nummer 1. Dieser Favoritenrolle konnten die Harder nicht gerecht werden, weil es an der Abstimmung innerhalb der Mannschaft mangelte. Vor kurzem verpflichtete Hard den Kroaten Marijan Maric. Die „Roten Teufel“ wollen es also noch einmal wissen ...

FIVERS MARGARETEN

Die Wiener sind Meister des Umschaltspiels, was sie auch im Europacup bewiesen haben. Die Mehrbelastung kostete auch Substanz. Dennoch ist die Eckl-Truppe der heißeste Titelanwärter.

SCHWAZ HANDBALL TIROL

Die Mannschaft des Ex-Kremsers Gerald Zeiner überraschte von Beginn an auch die Experten. Der Tabellenführer kann sich vor allem auf Supergoalie Aliaksei Kishou stützen und glänzte durch kompakte Teamleistungen.

INSIGNIS WESTWIEN

Die „Grün-Schwarzen“ spielen ebenfalls ohne Legionäre, setzen auf ihr Flügelspiel und die offensiven Deckungsvarianten. Der Bonusrunden-Einzug bestätigt den Aufwärtstrend.

SC FERLACH

Auch ohne den verletzten Spielmacher Dean Pomorisac gelang der Einzug in die Bonusrunde. Die Kärntner sind zum stabilen HLA-Faktor geworden.

BÄRNBACH/KÖFLACH

Die Spielgemeinschaft hat mit Miloš Djurdjevic zwar den Toptorschützen der Liga in ihren Reihen, wartet aber seit der Winterpause auf ein Erfolgserlebnis. Erneut könnte es trotz des vielversprechenden Saisonstarts gegen den Abstieg gehen.

HC LINZ AG

Die junge Kämpfertruppe von Trainer Milan Vunjak kann sich schon jetzt auf den Abstiegskampf einstellen. Bitter wäre, wenn Oberösterreich am Ende in der höchsten Spielklasse seinen letzten Vertreter verliert.

HSG GRAZ

Hinter dem „ersten Brett“ der Steirer fehlt es (noch) an Niveau. Zudem wurden Pusterhofer & Co extrem von Corona-Ausfällen gebeutelt.

BREGENZ HANDBALL

Der frühere Rekordmeister ist auch heuer ein Schatten seiner selbst. Marko Tanasković brachte nicht den erhofften Umschwung, sich nur auf den verletzten Ante Ešegović auszureden, wäre zu billig.