Ein langer Weg mit Baustellen für Kremser Handballer

Erstellt am 17. August 2022 | 04:29
Lesezeit: 3 Min
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Auch Sebastian Feichtinger konnte mehrmals gegen die Kieler Abwehrhünen Akzente setzen.
Foto: Christoph Grabner
Der Saisonstart rückt näher – und auf UHK-Trainer Ibish Thaqi wartet noch viel Arbeit.
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Drei Spiele innerhalb von drei Tagen – die Vorbereitung auf die bevorstehende Punktejagd hatte ihren ersten Höhepunkt, der mit dem Testspiel gegen Kiel getoppt wurde.

„Natürlich war das ein Highlight für die Mannschaft, das auch den Unterschied zwischen einem Vollprofiklub und dem UHK mit seinen semiprofessionellen Strukturen aufzeigte“, sah Chefcoach Ibish Thaqi die freundschaftliche Auseinandersetzung nüchtern. „Wir befinden uns in einer heiklen Umbruchphase. Auf alle wartet noch viel Arbeit, um die gesteckten Ziele zu erreichen.“ Ersteres ist mit dem Erreichen des Meister-Play-offs noch sehr bescheiden gefasst, doch auch in der Vorsaison wurde mit der Vorgabe „Top 4“ die Latte tief gehalten, um am Ende ganz vorne zu stehen.

Die beiden Testpartien gegen Dabas mit Sportdirektor Stefan Szilagyi hatten für Thaqi mehr Aussagekraft als das Match gegen Kiel. Nach einer knappen Niederlage im ersten Probegalopp konnten die „Rot-Gelben“ im zweiten Match einen sicheren Sieg einfahren, wobei die aktuellen Baustellen offensichtlich waren.

Harmonie in der Deckung

Der Abgang von Fabian Posch riss eine große Lücke in den Abwehrverband. Thaqi versucht auch junge Spieler wie Mario Lippisch oder Sinan Alkic in die Deckung zu integrieren, was aber nicht von heute auf morgen funktionieren kann und vorerst Zeit und Geduld erfordert. Ohne die Ergänzungsspieler im Kader mit Matchpraxis ist die lange Saison nicht erfolgreich zu bewältigen.

Kreisläufer gesucht

Auch hier gibt es noch keine Alternative zu Fabian Posch. Kenan Hasecic muss nun diese Position fast im Alleingang schultern, was a la longue nicht funktionieren kann. Die UHK-Führung sondiert nach wie vor den Transfermarkt, will dabei aber nichts überstürzen. Laut Manager Werner Lint hat das Paket mit Leistung und Finanzierung zu passen.

Schneller Ball in der Offensive

Hier muss die Lücke, die Jakob Jochmann hinterlassen hat, geschlossen werden. Neben Marko Simek bieten sich Lukas Nikolic und Mario Lippitsch als zukünftige Schaltstellen im Angriff an. Die Fußstapfen, die Jochmann hinterlassen hat, sind aber sehr groß.