Matthias Führer: „Blute noch für Handball“

Matthias Führer gilt als Westwien-Urgestein. Nun ist er heiß auf das Treffen gegen sein Ex-Team.

Bert Bauer
Bert Bauer Erstellt am 22. September 2021 | 02:12
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Voll motiviert. Westwien-Urgestein Matthias Führer freut sich schon auf das Duell mit seinen langjährigen Mannschaftskameraden.
Foto: Bert Bauer

Er trug 17 Jahre lang das grün-schwarze Westwien-Jersey, hatte den verantwortungsvollen Posten des Büroleiters in seinem Verein inne. In den beiden letzten Saisonen fristete er jedoch als Spieler ein frustrierendes Dasein auf der Ersatzbank.

Schon nach kurzer Zeit blühte Matthias Führer nach seinem Wechsel zum UHK auf. Die NÖN sprach mit dem 27-Jährigen vor dem Match gegen sein Ex-Team.

NÖN: Was geht in Dir vor, wenn es am Freitag gegen deine früheren Mannschaftskameraden geht?

Matthias Führer: In erster Linie freue ich mich auf diese Auseinandersetzung, in der ich zeigen kann, was noch in mir steckt. Ich bin sehr zuversichtlich. Wir werden diese Partie auch gewinnen.

Der UHK Krems konnte Dich auch angeln, weil du von Trainer Michael Draca keine Einsatzzeiten zugebilligt bekamst.

Dass Julian Ranftl am rechten Flügel der Vorzug gegeben wurde, kann ich nachvollziehen. Er ist Teamspieler und hat eine unheimliche Entwicklung genommen. Ich hätte aber erwartet, dass ich in den Spielen für zehn oder 15 Minuten auf die Platte darf, wenn es der Spielstand möglich machte. Das war aber nicht der Fall und a la longue richtig frustrierend. Ich blute aber nach wie vor für den Handball. Da gab es nach dem Kremser Angebot kein Zögern mehr.

Du warst als Westwien-Büroleiter mit dem Klub enger verwurzelt als so mancher Spieler. Mit dem Wechsel in die Wachau gab es für dich auch eine berufliche Veränderung.

Ich habe Ende Juni meine Arbeit bei Westwien beendet und arbeite jetzt wieder Teilzeit für 20 Stunden im KFV, dem Kuratorium für Journalistenausbildung, wo ich für die diversen Kontakte zuständig bin.

Deine berufliche Ausbildung lief wie beim Mediziner Jakob Jochmann also neben dem Spitzensport Handball

Richtig. Ich habe Journalismus & Medien studiert und mit einem Mastertitel abgeschlossen. Dazu kommt noch ein Bachelor der Sportwissenschaften.

Ist das regelmäßig Pendeln zum Training mit dieser Doppelbelastung nicht stressig?

Führer: Wir sind fünf Spieler, die regelmäßig aus der Bundeshauptstadt anreisen. Wenn Jakob Jochmann und ich direkt aus der Arbeit kommen, übernimmt einer der jungen Spieler wie Igor Vuckovic, Lukas Nikolic oder Lukas Domesvscek das Steuer, um uns zu entlasten.

Du bist also in Krems schon richtig angekommen.

Führer: Auf jeden Fall. Das Umfeld ist perfekt und mit meinen Teamkameraden verstehe ich mich auch außerhalb des Spielfelds blendend.