UHK Krems: Potenzial wurde noch nicht ganz abgerufen

Der Weg ins Ziel ist zwar noch weit, aber die Kremser haben die erste Etappe bravourös bewältigt. Es besteht noch Luft nach oben.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 03:09
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Starker Auftritt. In Bärnbach lief es gegen sein Exteam noch nicht so gut. Im Heimspiel gegen die Linzer stellte Stephan Wiesbauer mit drei wunderschönen Flügeltreffern sein großes Talent unter Beweis.
Foto: Bert Bauer

Die Liga nimmt vor der langen Pause im Jänner noch einmal Fahrt auf. Mit Bruck am kommenden Samstag, Schwaz (H), den Fivers (H) und Westwien (A) stehen den „Gelb-Roten“ von vier Partien ins Haus.

Der Halbzeitpfiff im Grunddurchgang bietet auch Anlass für eine kurze Bilanz des bisherigen Verlaufs der Punktejagd aus Kremser Sicht. Trainer Ibish Thaqi sieht sein Team klar über dem „Soll“, wenngleich er aber auch einräumt, dann in der Mannschaft noch wesentlich mehr steckt. Was man bis dato schon klar herauslesen kann:

Transfers schlugen ein

Bei den Neuerwerbungen hat die Vereinsführung heuer einen guten Griff getan. Routinier Romas Kirveliavičius fand sich schnell im UHK-Getriebe zurecht und kommt schön langsam auch im Angriff immer besser zur Geltung. Das zeigte er auch mit sechs Treffern gegen Linz.

Als wahrer Goldgriff erwies sich auch die Verpflichtung von Matthias Führer. Der Ur-Westwiener blühte im gelb-roten Jersey so richtig auf und ist zudem noch ein glänzender Motivator.

Die beiden Youngsters Rudi Bobaš und Stephan Wiesbauer mussten zu Saisonbeginn noch ihre Verletzungen auskurieren. Stephan Wiesbauer ersetzte zwischenzeitlich Matthias Führer wegen dessen Corona-Erkrankung und hat sich als echte Alternative am rechten Flügel erwiesen. Wenn möglich, sammelte er auch noch Matchpraxis im UHK-Farmteam, wo er zuletzt gegen Atzgersdorf eine beeindruckende Performance hinlegte. Bei Rudi Bobaš ist noch ein wenig Geduld angesagt. Seine enorme Wurfkraft demonstrierte er zuletzt ebenfalls in der zweiten Kremser Mannschaft. Wie man Trainer Ibish Thaqi kennt, wird er dem Kroaten, falls es der Spielstand möglich macht, die nötigen Einsatzzeiten auf der Platte ermöglichen.

Drei starke Torhüter

Für Lukas Domesvscek war es zwar kein Sprung ins kalte Wasser, als Einsergoalie Ivan Budalić verletzungsbedingt zum Pausieren gezwungen war. Der gebürtige Kärntner demonstrierte in der Folge mehrmals seine Klasse. So auch wieder im zweiten Spielabschnitt gegen Lucijan Fižuletos Linzer mannschaft.

In der Hinterhand haben die Wachauer zudem noch Samuel Fabry. Der Slowake studiert an der FH Krems und gilt als Trainingsmonster. Im Kremser Zweiterteam ist der sympathische 20-Jährige eine der großen Stützen. Als Tormann zählt er mit 1,78 Metern nicht zu den Größten, kompensiert dieses Manko auf dem Spielfeld aber mit großartigen Reflexen.

Abwehr oft zu lasch

Sowohl in Bärnbach als auch gegen Linz hat sich gezeigt, dass die Deckung oft zu wenig entschlossen beim Zugriff auf die Gegner ist.