UHK Krems: Fokussiert und selbstsicher in die Hollgasse

Erstellt am 11. Mai 2022 | 03:39
Lesezeit: 3 Min
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Halskrause. Auf den Kremser Spielmacher Jakob Jochmann und seine Kameraden warten in der Hollgasse am Samstag wieder beinharte Zweikämpfe, wenn es um den Einzug ins HLA-Finale geht.
Foto: Bert Bauer
Was Schwaz im Cup schaffte, wird der UHK Krems am Samstag in Wien angehen: Die Kremser wollen mit einem Sieg den ersten Schritt setzen, um ins Endspiel einzuziehen.
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FIVERS MARGARETEN - KREMS, Samstag, 20 Uhr.

Die NÖN versucht, die Stärken und Schwächen beider Teams vor dem Rivalenderby auszuloten.

Die mentale Verfassung

Die Wiener waren gegen die Tiroler als Favoriten ins Cup-Semifinale gegangen und mussten sich überraschend klar geschlagen geben. Der Ex-Kremser Gerald Zeiner hatte seine Truppe perfekt auf das schnelle Fivers-Umschaltspiel eingestellt. Die Enttäuschung könnte auch am Samstag noch nachwirken und bei einigen Spielern am Selbstvertrauen nagen, während sich der UHK mit einem Sieg im Rücken voll konzentriert auf diese Auseinandersetzung vorbereiten konnte.

Duelle im Grunddurchgang

In der Hollgasse gingen die „Rot-Gelben“ in der ersten Auseinandersetzung als Sieger vom Feld. Den Fivers gelang im Dezember in Krems allerdings die Revanche in einer Phase, als der UHK für einige Wochen „schwächelte“.

Die Torhüter im Vergleich

Ein starker Torhüter in Verbindung mit einem guten Defensivblock ist die halbe Miete zum Erfolg. Ohne den überragenden Aliaksei Kishou wäre Schwaz in Hard nicht über die Fivers-Hürde hinweggekommen. Das Duo Eichberger/Domevscek ist gegenwärtig über die beiden Margaretner Keeper Wolfgang Filzwieser und Boris Tanic zu stellen.

Die Comeback-Qualitäten

Die Wiener sind bekannt dafür, dass sie auch bei klaren Rückständen nie aufgeben und glänzende Comeback-Qualitäten vorzuweisen haben. Das sollten die Wachauer stets im Hinterkopf haben, auch wenn sie zwischenzeitlich klar voranliegen sollten.

Schnelles Flügelspiel

Das Umschaltspiel ist ein weiteres Qualitätsmerkmal der Mannschaft aus dem fünften Wiener Bezirk. Mit Erich Damböck und David Brandfellner besitzt Margareten zwei brandschnelle Außenspieler, die Fehler der gegnerischen Offensive zu schnellen Kontern nützen und dadurch „leichte Tore“ auf das Scoreboard ihres Teams bringen. Der UHK braucht sich aber mit Matthias Führer und Tobias Auß keinesfalls verstecken. Das Kremser Flügelflitzer-Duo kam in den letzten Grunddurchgang-Partien immer besser in Schwung.

Best-of-Three: Fivers im Vorteil

Die Linzer warfen überraschend Rekordmeister Bregenz aus dem Bewerb. Rückblickend gesehen war die Auswärtsniederlage der Wachauer gegen die Truppe von Lucijan Fižuleto keineswegs die große Blamage, wie sie anfangs gesehen wurde. Schade ist aber, dass das Heimrecht als viertplatziertes Team des Grunddurchgangs dadurch verloren wurde.

Die beiden Ersatzbänke

Bei aller Rivalität: Respekt den Fivers, was ihre Nachwuchsarbeit betrifft. Wer drei Schlüsselspieler wie Lukas Hutecek, Nikola Stevanovic und Tobias Wagner verliert und in der darauf folgenden Saison wieder um den Titel mitspielt, hat alles richtig gemacht. In Hard musste Peter Eckl auf Routinier Markus Kolar verzichten, aber Lukas und Philipp Gangel, Marc Haunold oder Fabian Glätzl führen die Fivers-Philosophie nahtlos weiter. Auf der UHK-Ersatzbank gibt es für jede Position eine starke Alternative. Im modernen Handball über 60 lange Minuten ohnehin ein absolutes Muss...