Krems gelingt gegen Bruck der Neustart. Der UHK Krems meldet sich nach zwei Niederlagen mit einem Kantersieg gegen Bruck zurück.

Von Verena Bauer. Erstellt am 20. September 2016 (06:23)
Horst Sommer
Bruck zeigte in der Kremser Sporthalle vollen Körpereinsatz – wie Fabian Posch und Vlatko Mitkov am eigenen Leib(erl) erfuhren.

Voll war die Kremser Sporthalle – ob des ungewöhnlichen Termins am Freitag oder des Eklats, der zum Abgang von Ivica Belas geführt hatte, nicht. Abwesende UHK-Fans verpassten, wie die UHK-Mannschaft wieder zu alter Form fand.

Neo-Coach Herbert Lastowitza brachte, wie angekündigt, wieder Ruhe ins Team. „Ich habe einfach versucht, wieder positive Stimmung zu schaffen. Spielen können sie ohnehin – ich wäre ein Zauberer, wenn ich das in einer Woche aufgestellt hätte. Physisch sind sie aufgrund des Trainings mit Ivo super drauf.“ Schlüssel für den Erfolg gegen Bruck – die in der Vorwoche die Fivers knapp besiegt hatten – waren solide Deckungsarbeit, ein inspierierter Gregory Musel im Tor und eine spritzige Kremser Flügelzange. „Im Vorfeld habe ich schon gesagt, wir brauen fünf, sechs Kontertore für den Sieg – und das ist aufgegangen. Das Spiel ist so aufgegangen, wie ich es mir vorgestellt haben.“

Schopf & Visy nahmen Bruck in die Zange

Los ging das Match mit einer Pattsituation: Beide Teams konzentrierten sich hauptsächlich auf die Defensivarbeit. Langsam, aber sicher zogen die Gastgeber, angeführt vom Trio Tobias Schopf, Sebastian Feichtinger und Fabian Posch davon. Schopf erhöhte in der 22. Minute auf 11:5. Die ambitionierten Brucker agierten daraufhin verunsichert und haderten mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. So sah Rok Simic nach einer missverständlichen Geste mit der Hand in der ersten Halbzeit die Rote Karte. Zur Pausensirene ging Rot-gelb mit 14:7 in die Kabine.

Ungebremst arbeitete das Kremser Kollektiv auch in der zweiten Halbzeit weiter. Vor allem die Flügelzange Schopf und Norbert Visy feilten an den Brucker Nerven, und auch im Unterzahlspiel präsentierten sich die Wachauer sattelfest. „Natürlich haben wir auch ein paar Chancen liegenlassen“, meint Lastowitza, der auch einige Youngsters zum Zug kommen ließ. „Aber das wäre jetzt Beschweren auf hohem Niveau.“