Favoriten ließen nie Zweifel aufkommen. Lokalmatadorin Simone Fürnkranz und Nikolaus Wihlidal dominierten in Krems von der ersten Sekunde an.

Von Verena Bauer. Erstellt am 04. August 2014 (09:58)
NOEN, Josef Salomon
Nikolaus Wihlidal wiederholte seinen Sieg aus dem Vorjahr und stellte trotz drückender Hitze einen neuen Streckenrekord von 56,23 Minuten auf. Tom Curtis und Wolfgang Mangold landeten auf den Plätzen.

Bereits vor dem Startschuss auf dem Gelände des Donauhafens kündigte sich eine Hitzeschlacht an. Es sollten also nicht nur die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen sein, die die 200 Athleten aus zehn Nationen ins Schwitzen bringen würden. Heuer wurde erstmals ausschließlich nur „gesprintet“: Der Bewerb über die olympische Distanz wurde diesmal nicht ausgetragen.

Eine klare Sache vom Start bis ins Ziel

Die heimische Triathlon szene ließ sich den „Triathlon- Leckerbissen“ in der Wachau aber nicht entgehen. Dass an den derzeitigen Favoriten kaum vorbeizukommen ist, bewiesen einmal mehr Simone Fürnkranz und Nikolaus Wihlidal. Der Vorjahrssieger aus Wolfsgabern stieg mit der Spitzengruppe aus dem Wasser und legte im Anschluss die beste Zeit auf dem Bike hin. Mit einer Zeit von 56,23 stellte er nicht nur einen neuen Streckenrekord auf, sondern baute einen veritablen Respektabstand zum Zweitplatzierten, dem Kenianer Tom Curtis (SVG Hohe Wand/ 57,44) auf. Als Dritter finishte der Ternitzer Wolfgang Mangold.

Der Veranstalterverein TRV Radstudio Krems stellte außerdem den besten heimischen Starter: Youngster Julian Höllmüller überquerte als Gesamtzehnter die Ziellinie. „In meiner Altersklasse bedeutet das Platz eins und den Landesmeistertitel“, zeigte sich Höllmüller begeistert. „Beim Schwimmen ist es mir sehr gut gegangen, ich kam als Fünfter aus dem Wasser. Im Zuge der Rad-Etappe bin ich zurückgefallen, aber über die Laufdistanz konnte ich noch ein paar Plätze gutmachen.“

Fürnkranz führt die Frauenriege an

Der Triathlon-Event in Krems stand außerdem deutlich im Zeichen starker Ladies. Mit einer Quote von über dreißig Prozent starteten diesmal mehr Frauen als je zuvor. Unter ihnen stach Lokalmatadorin Simone Fürnkranz einmal mehr hervor. Sie führte das Feld von Beginn weg an und ließ sich diese Position nicht mehr nehmen: Mit 1:02,56 Stunden finishte Fürnkranz ganze zwei Minuten vor Silvia Gehnböck (NBC Team Breitenfurt). Die Stockerauerin Jacqueline Kallina wurde Dritte. Auf Platz acht machte Newcomerin Ursula Kirchberger (1:14,38) vom TRV Krems auf sich aufmerksam.