Mit Schützenfest an die Tabellenspitze. Der Kremser SC legte dem Tabellenletzten Bad Vöslau sieben Bummerl ins Netz und ist jetzt Leader der Liga.

Von Hans-Peter Pressler. Erstellt am 01. September 2014 (09:50)
Große Freude herrschte beim Kremser SC nach dem 7:1-Kantersieg in Bad Vöslau. Robert Fekete (l.) steuerte zwei Treffer bei und führt mit vier Treffern aus vier Spielen gemeinsam mit dem Leobendorfer Ex-Profi Mario Konrad die Torschützenliste an.
NOEN, Wallner

BAD VÖSLAU - KREMS 1:7. Sein Handy-Display hätte Krems-Coach Christian Karl gerne eingerahmt. Mächtig stolz präsentierte der Erfolgstrainer am Smartphone die Tabelle: der Aufsteiger auf Platz eins. „Die Nummer eins im Land sind wir“, skandierten die Kremser Steher nach dem Schlusspfiff. Zu Recht. Zumindest für eine Nacht führte der KSC die Liga an – nach einer echten Fußballgala gegen heillos überforderte Vöslauer.

Vom Start weg setzten die Kremser die Heimischen mit frühem Pressing unter Druck. Folgerichtig fiel das 1:0 durch Spielgestalter Christian Schragner, den das Team von Ex-Nationalspieler Willy Kreuz nie in den Griff bekam. Vit Valenta egalisierte nach einer Koproduktion mit dem ehemaligen Innsbruck-Profi Tomas Abraham den frühen Rückstand (19.). Doch postwendend markierte Robert Fekete das 2:1, einen Kopfball des Ungarn wenig später entschärfte Goalie Jörg Sadura. Bei einem Freistoß von Rainer Weiß musste sich Krems-Keeper Zwirner ganz lang machen, fischte das Leder aus dem Kreuzeck. Dann war wieder der KSC am Drücker.

Nach einem Vöslauer Ballverlust im Mittelfeld war der ASK offen wie ein Scheunentor, Miro Slavov stellte auf 3:1. Die Pause tat nur den Gästen gut: Slavov köpfelte einen Schragner-Freistoß zum 4:1 ran. Dann die nächste Standardsituation durch Schragner, Christoph Fertl stand im Rückraum goldrichtig. „Die geben ja 90 Minuten lang Gas“, wunderte sich ein Vöslau-Fan. In der Tat: Die Karl-Elf hatte längst nicht genug. Ein Fekete-Penalty (nach Jaiczay-Foul an Schragner) und Fertls zweiter Treffer, abermals nach Schragner-Vorarbeit, komplettierten den historischen Auswärtssieg.

„Wir haben dank Co-Trainer Helmut Marschik, der für mich Bad Vöslau beobachtet hatte, gewusst, wie wir der Kreuz-Elf wehtun können“, dankte der KSC-Trainer seinem Assistenten: „Wir haben unter der Woche im Training diese Situationen ausgiebig trainiert und fünf der sieben Treffer auf diese Weise erzielt.“ Besonders stark präsentierten sich die beiden Außenverteidiger Michael Schütz und Stefan Schmircher. Auch Christoph Fertl überzeugte mit je zwei Toren und Assists.