Bittersüßes EM-Erlebnis für Magdalena Lindner. Magdalena Lindner blieb ihr Ziel, der Einzug ins U23-EM Finale verwehrt. Trotz der achtschnellsten Zeit belegte sie insgesamt nur Rang neun. Der Grund: die Aufstiegsregel.

Von Fabian Polland. Erstellt am 21. Juli 2021 (04:05)
Kurios: Trotz der achtschnellsten Zeit blieb Magdalena Lindner der Finaleinzug bei der U23-EM in Tallinn verwehrt. Der Grund: die kuriose Aufstiegsregel.
Schildermann, Schildermann

„Die EM in Tallinn war wirklich ein Erlebnis. Mein großes Ziel war der Finaleinzug, das habe ich leider nicht erreicht. Allerdings war die Zeit sehr gut, insgesamt war ich die Achtschnellste. Also bin ich mit der Leistung zufrieden“, bewertet Magdalena Lindner ihr Abschneiden bei der U23-Europameisterschaft im estnischen Talinn.

An den Start ging Lindner über die 100 Meter, wo sie im Vorlauf als Zweitplatzierte mit einer Zeit von 11,57 Sekunden direkt ins Semifinale aufstieg. Im Halbfinale erreichte die Studentin im wahrscheinlich schnellsten Semifinale eine Zeit von 11,41 Sekunden und Rang fünf in ihrem Lauf. Insgesamt lief Lindner mit den 11,41 die achtschnellste Zeit an diesem Tag, doch aufgrund der Aufstiegsregel belegte sie nur den neunten Rang, und der Traum vom Finaleinzug war plötzlich futsch. „Die Semifinali waren sehr komisch gesetzt. Es ist ärgerlich, wenn du von der Zeit her im Finale stehen solltest, die Aufstiegsregel dir aber einen Strich durch die Rechnung macht“, resümiert Lindner.

Für die 21-Jährige stehen nun allerdings schon die nächsten wichtigen Termine auf dem Programm. Kurios: Trotz des heißen Sommers geht es für Lindner nun in die Halle. In der Ferry-Dusika-Halle wird sie in der kommenden Woche die 200 Meter absolvieren. „Die Zeiten sind wichtig für die Weltrang liste. Im nächsten Jahr stehen dann die EM und die WM der Allgemeinen Klasse am Programm. Da wird eine gute Ausgangsposition wichtig sein, damit ich gute Chancen habe, mich für die Großereignisse zu qualifizieren.“