Lindner sprintet zu U23-Rekord. Magdalena Lindner ist weiter in Topform. In Eisenstadt knackte die Studentin einen Uralt-Rekord, der seit 1975 Bestand hatte.

Von Fabian Polland. Erstellt am 16. Juni 2021 (02:59)

Magdalena Lindner schwebt aktuell auf Wolke sieben. Nach den Topleistungen in den vergangenen Wochen wusste sie auch beim vierten von sieben Top Meetings im Jahr 2021 auf sich aufmerksam zu machen.

Rekord aus 1975 geknackt

Bereits im Vorlauf über die 100 Meter schaffte die Sportstudentin mit einer Zeit von 11,33 Sekunden Historisches: Lindner knackte den Uralt-Rekord von Karoline Käfer (11,44) aus dem Jahr 1975. Dass nun die 21-Jährige neue Rekordhalterin des ältesten U23-Rekordes ist, erfüllt sie mit Stolz. „Der Rekord hat für mich eine riesige Bedeutung. Mit dieser Zeit (11,33) hätte es für die letzten beiden Olympischen Spiele gereicht. Außerdem war Karoline Käfer eine echte Legende. Dass nun ich den Rekord über die 100 Meter halte, macht mich sehr stolz“, meint Lindner.

Den Finallauf beim Top Meeting im Burgenland ließ die 21-Jährige allerdings aus, ein leichtes Ziehen im Oberschenkel verhinderte einen weiteren Auftritt. Lindner gibt zugleich aber Entwarnung. „Mein Oberschenkel hat zugemacht, es ist aber schon wieder besser. Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die nächsten Wochen“, erklärt die Leichtathletin.

Antreten in Regensburg noch nicht fix

Die nächsten Wochen soll es formtechnisch nämlich weitergehen wie bisher. Kommendes Wochenende will sich Lindner in Regensburg bei einem internationalen Turnier mit der europäischen Elite messen, ein Einsatz ist aber noch nicht in Stein gemeißelt. „Bei dem Turnier ist alles vertreten, was internationalen Rang und Namen hat. Ich werde in den nächsten ein bis zwei Tagen entscheiden, ob ich antreten kann.“

Lindner Fixstarterin bei Staatsmeisterschaften in Graz

Sicher wird Lindner bei den österreichischen Staatsmeisterschaften in Graz am 26. und 27. Juni vertreten sein, die Ziele sind bereits gesetzt. „Ich hoffe, über die 100 Meter gewinnen zu können. Aber meine Trainingspartnerin Ina Huemer ist auch super in Form. Wir können beide gewinnen, ich hoffe allerdings, dass das Glück auf meiner Seite ist.“

In der Trainingsgemeinschaft mit Ina Huemer sieht die Studentin auch einen wichtigen Aspekt für ihre guten Leistungen. „Wir pushen uns in jeder Einheit, jedes Training musst du abliefern“, so die neue Rekordhalterin. Das große Highlight steht für Lindner Mitte Juli in Talinn mit der U23-EM an. „Ich möchte auf jeden Fall im Finale dabei sein. Ich denke, das ist mit der aktuellen Form ein durchaus realistisches Ziel.“