Die UHK-Oberluft war am Ende verflogen. Kremser hatten in Kärnten schon beide Punkte im Visier. Kapitän Marko Simek analysiert die vermeidbare Niederlage.

Von Bert Bauer. Erstellt am 14. Oktober 2020 (02:35)
UHK-Kapitän Marko Simek muss oft in der für ihn ungewohnten linken Rückraumposition auflaufen, weil Neuerwerbung Aleks Glendža derzeit mehr ein Hemmnis als Verstärkung auf dieser Position ist.
Foto: Bert Bauer

Der Startschuss zur großen Aufholjagd in der Büchsenmacherstadt ging nach hinten los. Die Kremser Leistungsschwankungen in der 60-minütigen Spielzeit ließen kein Erfolgserlebnis zu. Mehrmals wurde – wie gegen Westwien – ein Dreitore-Vorsprung vergeigt, und zur „Crunchtime“ lagen die Nerven blank.

Vom Legionärstrio konnte nur Gašper Hrastnik neuerlich überzeugen. Aleks Glendža war einmal mehr eine Vorgabe. Dagegen hätte Ibish Thaqi mit dem sprunggewaltigen Oliver Nikic eine echte Alternative. Auch der Hollabrunner Neuzugang Igor Vučković dunstet 60 Minuten auf der Ersatzbank und könnte bald die Motivation verlieren.

Die NÖN sprach mit Kapitän Marko Simek über die aktuelle Lage beim UHK.

NÖN: Fünfzig Minuten war in Kärnten für euch beim Stand von 27:24 alles auf Schiene. Am Ende stand „Rot-Gelb“ aber mit leeren Händen da. Wie konnte das passieren?

Marko Simek: Da müssen wir uns alle selbst bei der Nase nehmen. Ich glaube, dass sich die Kärntner in der „Crunchtime“ besser auf unsere Offensive eingestellt haben, weil es uns nicht mehr gelang, aus dem Rückraum Torgefahr zu signalisieren und wir uns zusätzlich zu viele Eigenfehler geleistet haben.

Vor allem Legionär Aleks Glendža konnte seiner Aufgabe als Shooter überhaupt noch nicht gerecht werden. Dadurch müssen Sie auf dessen ungewohnter Position spielen. Wie gehen Sie damit um?

Natürlich würde ich mich lieber mit Jakob Jochmann als Spielmacher im Zentrum abwechseln, aber als Kapitän muss man dort einspringen, wo man augenblicklich dringend gebraucht wird.

Im linken Rückraum würde sich Oliver Nikic anbieten, der schon mehrmals seine Shooterqualitäten unter Beweis gestellt hat.

Oliver hat sich schon im Training enorm gesteigert und die wenige Spielzeit, die er bis dato zur Verfügung hatte, auch schon sehr gut genützt.

Warum tut sich die Mannschaft heuer so schwer, in die Gänge zu kommen?

Der Kader wurde nach den Abgängen total umgekrempelt. Es bedarf noch einiger Geduld, bis wieder alle Automatismen funktionieren. Im Defensivbereich klappt es phasenweise schon recht gut, im Angriff besteht noch Steigerungsbedarf.

Im Heimspiel gegen Linz am Samstag steht der UHK wieder unter Zugzwang. Wie soll der dritte Saisonsieg gelingen?

Wir müssen unsere Fehlerquote weiter minimieren und alles aus uns herausholen. Dann sollte es auch wieder klappen.