Kogler beweist Kampfgeist. Michael Kogler hatte bei der Weiz-Rallye mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, eroberte aber dennoch Rang zwei seiner Klasse. Willi Rabl wurde ebenfalls Zweiter.

Von Stefan Berndl. Erstellt am 01. August 2017 (05:56)
Willi Rabl musste sich seinem Konkurrenten geschlagen geben.
NOEN, privat

Die Rallye in Weiz gilt als eine der anspruchsvollsten im Staatsmeisterschafts-Kalender. Ausfälle stehen beinahe an der Tagesordnung. Fast traf es auch den Kremser Michael Kogler, der im Laufe der Sonderwertungen mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Eigentlich wollten Kogler und sein Unior-Racing-Team dem Gesamtführenden Daniel Wollinger Paroli bieten, was aber nur am ersten Tag gelang. Am Samstag dann aber der Rückschlag. Starke Kopfschmerzen, Übelkeit. Das Frühstück wurde kurzerhand ausgelassen. Kogler war stark angeschlagen, und das machte sich auch auf den kommenden Sonderprüfungen bemerkbar: Der Kremser rutschte immer weiter zurück, es fehlte die nötige Konzentration. Nach neun absolvierten Etappen wurde dann sogar über einen Rennausstieg debattiert. Doch nebst einem Wetterumschwung, der kühlere Temperaturen mit sich brachte, biss auch Kogler noch einmal die Zähne zusammen.

Und er finishte schließlich als Gesamtvierzehnter, auf Wollinger – der einen Rang vor ihm lag – fehlten knapp 1:10 Minuten. Somit jubelte Kogler trotz aller Turbulenzen über den zweiten Rang in seiner Klasse sowie Platz eins in der ARC-Wertung.

Rabl muss Konkurrent den Vortritt lassen

Neben Kogler war ein weiterer heimischer Fahrer in Weiz am Start: Routinier Willi Rabl, der bei den Historischen Fahrzeugen auf Sieg fahren wollte. Sein größter Konkurrent war wieder einmal Kris Rosenberger. Und es war ein Duell, das sich durch die gesamte Rallye ziehen sollte. Rabl musste alles geben. „Ich habe noch nie bei einer Rallye so viel Reifenmaterial gebraucht“, meint er. „Wir sind heuer in einer anderen Dimension gefahren.“

Am Ende hatte Rosenberger dann aber doch die Nase vorne. Rabl finishte nach 1:50:12 Stunden, verlor knapp eineinhalb Minuten auf den Konkurrenten. Dieser hatte doppelten Grund zur Freude, sicherte er sich doch auch den Sieg in der Meisterschaft. „Ich gratuliere ihm recht herzlich, er hat es sich verdient. Es ist immer wieder ein Genuss, gegen so einen routinierten Fahrer in den Ring zu steigen“, sagt Rabl. Bis zur Liezen-Rallye, die im September stattfindet, ist nun eine längere Pause Zeit.