Aufgeben war kein Thema. Der Kremser Christian Suchanek hat sich beim Race Around Austria durchgebissen.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 25. August 2014 (08:53)
Stolz im Ziel des »Race Around Austria«: Christian Suchanek mit seinem Betreuerteam.
NOEN, zVg

Non-stop 1.500 Kilometer quer durch Österreich, 17.500 Höhenmeter – für Herausforderungen wie diese muss man schon ein ganz besonderer Typ sein. Wie Christian Suchanek, der Langstreckenspezialist des RSC Krems. Im Vorjahr noch im Teambewerb beim „Race Around Austria“ dabei, wagte er sich diesmal an den Solo-Ritt. In der 1.500er-Variante, die „Langdistanz“ führt nämlich über 2.200 Kilometer!

Fünfter Platz nach 82 Stunden am Rad

„Es war hart, ein außergewöhnliches Erlebnis“, bilanziert Suchanek. Ans Aufgeben habe er trotz schwieriger Bedingungen wie Kälte und Dauerregen nie gedacht. Und: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.“ Nach exakt 82 Stunden am Rad kam der Kremser als Fünftplatzierter ins Ziel in St. Georgen im Attergau.

Dort hatte das Abenteuer auch begonnen, bei strömendem Regen ging es für „Jackie“ Suchanek, begleitet von zwei sich abwechselnden Betreuerteams, durch das Mühlviertel, Waldviertel, Burgenland, die Steiermark, Kärnten, Osttirol und Salzburg wieder zurück nach St.Georgen/Attergau.

„200 Kilometer hätten‘s noch sein können“ 

Nur kurze Schlaf- und Verpflegungspausen gönnte sich der Kremser. „Wahnsinn, was die Radfahrer bei diesem Rennen leisten“, staunt Gerhard Schiffauer vom RSC Krems. Er war als Betreuer mit auf der Tour: „Auch für uns war‘s hart. Aber die Aktiven müssen an die Belastbarkeitsgrenze und darüber hinaus gehen.“

Die letzten Kilometer auf dem Weg ins Ziel radelte Suchanek Seite an Seite mit Christoph Strasser, dem Sieger beim heurigen Race Across America, der auch bei der Österreich-Runde über 2.200 Kilometer gewann. „Mit so einem Klassemann an der Seite hätten‘s noch 200 Kilometer mehr sein können“, grinst Suchanek. Drei Tage nach der überstandenen Tortur saß der Kremser mit RSC-Vizeobmann Schiffauer schon wieder am Rad: „Nur steile Berganstiege muss ich in nächster Zeit nicht mehr haben …“

Hintergrund

Stolz im Ziel des „Race Around Austria“: Christian Suchanek (im Bild mit seinem Betreuerteam) vom RSC Krems. Im Vorjahr war er im Team an der Seite von Hans Mittelhofer, Gerhard Wögerer und Gerald Mathais beim Mannschaftsbewerb am Start.

Suchaneks Verein ist der Radsportclub Krems, der sowohl Lizenzfahrern als auch Hobbyradlern als sportliche Heimat dient. Geleitet wird der Verein seit dem Vorjahr von Wilhelm Mayer, als Stellvertreter fungiert Gerhard Schiffauer. Gemeinsame Ausfahrten stehen jeweils Dienstag und Donnerstag (17.30 Uhr) sowie Samstag (13.30 Uhr) und Sonntag (9 Uhr) am Programm. Treffpunkt: Au straße.

Unterstützt wird Christian Suchanek von seinem Arbeitgeber, der Firma Mierka Donauhafen.