Hirtzberger heiß auf Rio. Spitzer Ruderer träumt nach einer durchwachsenen Saison von Olympia 2016.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 29. September 2014 (09:41)
NOEN, privat
Der 23-jährige Spitzer Julius Hirtzberger träumt von einer Olympia-Teilnahme 2016. Mit Camillo Franek (WSV Linz/Ottensheim) startet der Wachauer im schweren Doppel-Zweier.

Ein wahres Wellental liegt hinter Julius Hirtzberger. Auch wenn für den Spitzer Ruderer in der heurigen Saison nicht alles glatt gelaufen ist, regiert die Zuversicht. Bei seiner ersten WM-Teilnahme – an der Seite von Camillo Franek im schweren Doppel-Zweier – kam der Wachauer auf Rang 19. „Viel wichtiger ist das Abschneiden im nächsten Jahr, da geht’s um die Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Rio“, weiß Hirtzberger. Eine Platzierung unter den besten elf wäre für den Trip an den Zuckerhut notwendig. „Keine leichte Aufgabe“, erklärt der Spitzer, „aber bei der WM haben wir gesehen, dass unsere Ausgangslage nicht so schlecht ist.“

Der Traum von Olympia gibt Kraft in der harten Trainingsphase, die Hirtzberger und Franek jetzt bevorsteht. Wenn das Training mit dem Nationalteam startet, warten täglich zwei Einheiten auf den jungen Ruderer. „Rund 4.000 Kilometer am Wasser werden wir abspulen, etliche hundert Stunden am Ergometer absolvieren und mehrmals pro Woche in der Kraftkammer Gewichte stemmen“, schildert Hirtzberger sein Trainingspensum. „Aber wir haben ja ein großes Ziel vor Augen.“

Der Wachauer ist gut in die Saison gestartet – Platz 15 bei der EM in Belgrad bescherte die Qualifikation für die nächsten Weltcups. In Aiguebelette schlugen sich die Österreicher mit Platz 14 wacker – zu einem Start in Luzern kam‘s nicht. „Am Weg zum Training bin ich in Wien mit dem Rad in einer Straßenbahnschiene gelandet“, erklärt Hirtzberger den Grund für den Sturz samt Zwangspause.

Auch bei der Weltmeisterschaft war das NÖ-Duo nicht vom Glück verfolgt. „Der Gegenwind hat uns als technisch starke, aber körperlich vergleichsweise leichte Mannschaft nicht in die Karten gespielt“, sagt Hirtzberger. Der Einzug unter die Top 12 war damit außer Reichweite. Im Kampf ums C-Finale „fädelte“ Partner Franek 50 Meter vor dem Ziel in der Bojenkette ein. „Damit war das Pech aufgebraucht!“ Der Sieg im D-Finale brachte Platz 19.
 

Hintergrund

Der 23-jährige Spitzer Julius Hirtzberger (Bild) träumt von einer Olympia-Teilnahme 2016. Mit Camillo Franek (WSV Linz/Ottensheim) startet der Wachauer im schweren Doppel-Zweier.

Highlight der heurigen Saison war die Teilnahme bei der Ruder-WM in Amsterdam. Erstmals seit 2007 war Österreich im schweren Doppel-Zweier vertreten. Hirtzberger/Franek beendeten die Titelkämpfe als Sieger des D-Finales auf Platz 19.

Der Rudersport wird in den Disziplinen Einer, Doppelzweier, Zweier ohne Steuermann, Zweier mit Steuermann, Doppelvierer, Vierer ohne und mit Steuermann sowie Achter mit Steuermann gefahren. Für manche Bootsklassen gibt‘s Gewichtsbeschränkungen. Für einen Start bei den „Leichten“ dürfen die Ruderer im Schnitt nicht über 70 Kilogramm wiegen. Alle anderen sind „Schwergewichte“.