Ein „Aussetzer“ ohne Folgen für UHK Krems. Die Kremser hatten Bregenz lange Zeit voll im Griff, „schwächelten“ dann für zwei Minuten, gerieten aber nicht in Panik.

Von Bert Bauer. Erstellt am 16. Februar 2021 (21:20)
Mr. Cool. Der vierfache Torschütze Gunnar Prokop schickte Rekordmeister Bregenz mit seinem Treffer zum 28:25 drei Minuten vor dem Ende endgültig auf die Verliererstraße Richtung Quali-Runde.
Bert Bauer/Archiv

BREGENZ - KREMS 26:30.

Die deutschen Grenzbehörden wollten von den Kremsern in Passau nur kurz Auskunft über ihr Reiseziel, bevor die Fahrt Richtung Bodensee weiterging. Ähnlich problemlos gestaltete sich der Auftritt der „Rot-Gelben“ über 40 Minuten in der Bregenzer Riedenburg-Halle.

„Wir haben vor allem im ersten Spielabschnitt mit unserem starken Abwehrblock die Akzente gesetzt und auch vorne im gebundenen Spiel überzeugt“, sah Trainer Ibish Thaqi die Partie im Rückspiegel. Was ihm trotz des kurzfristigen Einbruchs nach der Pause von 17:13 auf 21:20 besonders gefiel: „Als die Gastgeber nach dem Team-Timeout ihres Coaches Markus Burger binnen kurzer Zeit bis auf einen Treffer herankamen, haben die Burschen nicht die Nerven weggeschmissen, ganz im Gegenteil.“

In dieser heiklen Phase erwies sich Sebastian Feichtinger als echter Goldgriff der Vereinsleitung. Der Neo-Kremser hielt die Vorarlberger zusammen mit einem bärenstarken Regisseur Jakob Jochmann auf Distanz. Thaqi: „Da sah man, wie wichtig ,Sebos‘ Dynamik für unser Angriffsspiel ist.“ Dazu kam noch, dass sich Feichtinger keine überhasteten Würfe nahm. Eine Eigenschaft, die seinem Vorgänger Aleks Glendža gänzlich fehlte ...

Kremser Keeperduo gab wieder Rückhalt

Bei den Wachauern hinterließen auch die beiden Torhüter wieder einen sehr guten Eindruck. Der UHK startete mit Lukas Domevscek, da sein Kollege Ivan Budalić durch eine im Training erlittene Knöchelverletzung leicht angeschlagen war. Domevscek glänzte vor allem vor der Pause, stellte sein Gegenüber Aleksić klar in den Schatten. In der heißen Schlussphase durfte auch Ivan Budalić ran, der Frühstück & Co mit einigen Paraden endgültig den Nerv zog.

KREMS - GRAZ, Samstag, 19 Uhr. Mit den Steirern und Linz warten von der Papierform her nun die „leichtesten“ Gegner. Trainer Ibish Thaqi ist überzeugt, dass er es mit seiner Truppe im Grunddurchgang noch auf Rang vier schafft: „Die letzten Erfolgserlebnisse steigerten das Selbstvertrauen der Spieler.“ Gleichzeitig warnt er aber, die Partie gegen das Schlusslicht als Selbstläufer zu sehen: „Graz hat mit dem serbischen Shooter Nemanja Beloš ein starkes erstes Brett. Auch die offensive 5:1-Deckung der Schützlinge von Romas Magelinskas könnte zu einem Problem werden.“

Die Kremser müssen ihren Kapitän Marko Simek vorgeben. Auch David Nigg wird im Grunddurchgang aufgrund seiner Schulterverletzung nicht mehr zum Einsatz kommen.