Staatsmeister trainiert jetzt bei „Bärenhart“ in Krems. Vater-Sohn-Duo Manfred und Simon Bernhard gründete Verein. Angeboten werden Formenlauf und Vollkontakt.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 16. April 2019 (02:22)
Horst Sommer
Die Gründer des neuen Vereins Bärenhart Taekwondo Krems, Manfred und Simon Bernhard (links), holten für ein kleines Showtraining einige befreundete Sportler nach Krems. Im Bild: Dilara Bektas, Milad Naseri, Veronika Pallinger, Tamin Naseri und Nazir Sharfi.

Der Nationalsport Südkoreas, Teakwondo, hat in Krems eine echte Hochburg. Mit der Gründung von Bärenhart Taekwondo Krems gibt es nun schon drei Vereine, die den Kampfsport betreiben. Taekwondo als Sportart der rohen Gewalt zu definieren, wäre falsch. Vielmehr ist es eine Selbstverteidigungskunst, die, im Duell zweier Athleten ausgetragen, zu einem der wohl am schönsten anzusehenden Disziplinen im Kampfsportuniversum wird.

Hinter dem neuen Verein stecken keine No-Names. Manfred und Simon Bernhard, die wohl bekanntesten Gesichter des Kremser Taekwondo-Sports, sind die Gründer. Ersterer eroberte 2018 den Staatsmeister titel im Kyorugi (Vollkontakt) bis 87 Kilogramm. Der 25-Jährige war es auch, der seinen Vater Manfred vor zwölf Jahren zum Taekwondo brachte. Das Interesse daran sei auch eine Frage des Naturells, sagt der 60-Jährige heute über seine ersten Berührungspunkte mit der 2.500 Jahre alten Kampfkunst. „Der eine mag Fußball, der andere eben Taekwondo.“

Gegründet habe er den Verein, um eine Lücke in der Re gion auszufüllen. „Uns geht es darum, Taekwondo als disziplinierten, modernen, kreativen und leistungsorientierten Kampfsport auszuüben. Natürlich wollen wir aber auch für den Breitensport attraktiv sein.“

Die Bernhards, beide Bundeskampfrichter, nehmen auch Gürtelprüfungen ab. Ziel sei es, das Einzugsgebiet Krems und Umgebung zu erreichen und an Turnieren teilzunehmen. „Mittelfristig wollen wir uns als Spitzenverein etablieren. In fünf Jahren hätten wir gerne 90 Mitglieder“, schildert Bernhard.