Krems

Erstellt am 07. Juni 2017, 02:50

von Verena Bauer

Von Wien in die Wachau. Der UHK Krems verstärkt seinen Rückraum mit Jakob Jochmann, der mit Westwien heuer bis ins HLA-Halbfinale vordrang. Sebastian Feichtinger hat in Norwegen Interesse erregt.

Jakob Jochmann jagt hier noch im grünen West-Wien-Trikot Fabian Posch und dem Ball hinterher. Im nächsten Jahr trägt er rot-gelb.  |  Bert Bauer

„Es ist eigentlich eine Tradition, dass wir Spieler nach Krems holen, die uns bei einem entscheidenden Spiel besonders wehgetan haben“, scherzt UHK-Obmann Josef Nussbaum über seinen neuen Coup: Rückraumspieler Jakob Jochmann wechselt von Westwien in die Wachau. Falls man es schon vergessen hat: Im letzten Viertelfinalspiel der HLA schrieb er gleich zehnmal gegen den UHK an.

Der gebürtige Wiener (Jahrgang 1993) begann seine Handballkarriere bei WAT Fünfhaus und wechselte 2014 in die Südstadt. Mit Krems hat er aber eine ganz besondere Verbindung: Sein Vater Wolfgang spielte in den 80er Jahren im Kremser Rückraum (siehe Foto unten) und war als guter Distanzwerfer gefürchtet. Heute arbeitet Jochmann senior als Arzt.

Wolfgang Jochmann spielte mit der Nr. 15 auf dem Dress für Krems.  |  NOEN

„Da ist natürlich über seinen Vater Hintergrund in Krems da. Sein Vertrag in Wien ist abgelaufen, wir möchten langfristig mit ihm planen und glauben, dass er eine tolle Verstärkung für unseren Rückraum ist“, so Nussbaum. Gemeinsam mit Sebas tian Feichtinger, Marko Simek und Aron Tomann soll Jochmann Teil der jungen Truppe um Routinier Vlatko Mitkov werden.

Hinter Feichtinger steht nun aber erneut ein Fragezeichen. Kurz nach der Unterzeichnung seines Ein-Jahres-Vertrags in Krems klingelte nämlich das Telefon. Dran war Borge Lund vom norwegischen Erstligisten Bodo HK. „Die wollen ihn unbedingt haben, er passt perfekt in ihr Spielkonzept“, erläutert Nussbaum. „Wir wollen eigentlich mit Sebi in die nächste Saison gehen, andererseits möchten wir ihm keine internationale Karriere verbauen. Dann muss aber die Ablöse stimmen.“