Manuela Kanzler: Tolle Kulisse als Motivationsschub. Auch muskuläre Probleme beim abschließenden Marathon hinderten Manuela Kanzler in Kopenhagen nicht an einer Topleistung.

Von Bert Bauer. Erstellt am 28. August 2018 (02:20)
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Geschafft. Manuela Kanzler kam in Kopenhagen unter die Top 10 ihrer Altersklasse.

„Es war mein sechster Langdistanz-Triathon, aber zweifellos mein schönster“, schwärmte Manuela Kanzler nach ihrer Rückkehr aus Kopenhagen.

Gewand-Wechsel kostete vier Minuten

Zum emotionalen Höhenflug gesellte sich noch ein hervorragender 10. Rang in der Altersklasse 45+. Dabei kratzte die für den URC Langenlois startende Bankangestellte phasenweise sogar am Podest. „Mit meiner persönlich besten Schwimmzeit lag ich nach den 3,8 Kilometern in der Kopenhagender Bucht sogar auf Rang vier“, rekapitulierte Kanzler das Rennen.

Aufgrund des kühlen Wetters schlüpfte sie in der Wechselzone komplett in die trockene Raddress, was ihr gegenüber der Konkurrenz vier Minuten kostete: „Ich wollte nicht meine Gesundheit riskieren, zumal es sehr windig und kühl war.“ Nach 5:28 Stunden hatte sie die 180 Radkilometer bewältigt und lag plötzlich wieder in Reichweite einer Medaille.

Beim abschließenden Marathon stellten sich jedoch in der zweiten der vier Runden muskuläre Probleme im Oberschenkel ein. Grund: Ein Großteil der Strecke führte über holpriges Kopfsteinpflaster. Nach 11 Stunden, 26 Minuten und 36 Sekunden überquerte die Walkersdor ferin als Zehnte ihrer Altersklasse und gesamt 83. von 395 Starterinnen die Ziellinie. Resümee: „Das Flair, die Stimmung unter den sportbegeisterten Zuschauern waren einfach traumhaft!“