Wind leistet Widerstand. Daniel Kirby meldete sich nach einem „Seuchenfrühjahr“ mit einem Stockerlplatz auf internationalem Parkett zurück.

Von Verena Bauer. Erstellt am 30. August 2016 (09:13)
Christian Mayr und Daniel Kirby lagen bei der Premiere des Challenge-Rennens im slowakischen Samorin im Clinch mit dem starken Gegenwind.
NOEN, privat

Der Wind erwies sich für Daniel Kirby und Christian Mayr (URC Langenlois) beim Challenge-Rennen im slowakischen Samorin als größter Gegner. Über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer auf dem Rad und 21,1 Kilometer im Laufschritt machte er den Athleten das Leben schwer.

Kirby meldete sich in Samorin kurzfristig zum Formtest an, nachdem ihn im Frühjahr einige Krankheiten im Training zurückgeworfen hatten. Das Schwimmen in einem Nebenarm der Donau verlief geschmeidig, die Zeit war mit 33 Minuten nicht ganz optimal. „Kaum auf dem Rad, hat es zu regnen begonnen. Nach Kilometer 50 verschlechterte sich das Wetter schlagartig, der Wind aus Nordwest legte so richtig los“, schildert Kirby.

Mit 31 km/h gegen den Wind

„Nur zur Veranschaulichung: Bei Kilometer 60 hatte ich noch einen Schnitt von 41 km/h, danach musste ich mit 31 km/h gegen den Wind ankämpfen.“ Die Anstrengung machte sich in der Wechselzone bemerkbar: „Krämpfe im Gesäß und Kreuzschmerzen wie bei einem Bandscheibenvorfall“, erzählt Kirby. „Eigentlich war das Anziehen der Laufschuhe schon die größte Challenge, weil ich mich nicht mehr bücken konnte. Ich hatte mich schon auf einen Wandertag eingestellt.“ Ab Kilometer zwei lief es besser, und Kirby finishte nach 4:30,59 Stunden auf dem 22. Gesamtrang. In der M30 wurde er Dritter in dem internationalen Feld. „Nach dem Seuchenfrühjahr bin ich damit sehr zufrieden“, freut sich Kirby.

Christian Mayr legte vor allem auf dem Rad eine starke Zeit vor und wurde 28. sowie Sechster der M30.