Handball-Liga: Verschnaufpause oder Sperrstunde?. Sämtliche Bewerbe unter dem Dach des ÖHB werden vorerst einmal bis mindestens Freitag, 3. April, unterbrochen.

Von Bert Bauer. Erstellt am 17. März 2020 (02:51)
Bert Bauer

Der Corona-Virus machte auch vor heimischen Sporthallen nicht halt. Die Spusu-Bonusrunde wird nun nach dem augenblicklichen Tabellenstand gewertet. Sportlich bedeutet das für die Kremser, dass sie es im möglichen Viertelfinale mit Westwien oder Bregenz zu tun bekämen, laut Obmann Josef Nussbaum eine Wahl zwischen „Pest und Cholera“.

UHK-Trainer Ibish Thaqi will an dieses Szenario noch keine Gedanken verschwenden: „Priorität hat jetzt die Gesundheit aller. Diese Situation können wir nur gemeinsam bewältigen.“

Alle Trainingseinheiten sind seit dem letzten Donnerstag abgesagt. Thaqi: „Die Spieler wissen genau, wie sie sich auch zu Hause fit halten können.“ Nicht auszuschließen ist allerdings auch ein „worst case“ wie in der Schweiz, wo die laufende Meisterschaft bereits für beendet erklärt wurde.

„Verein ist für die Krise gewappnet!“

Das Corona-Virus stellt die Klubs auch vor finanzielle Herausforderungen. Obmann Josef Nussbaum hat diese Woche eine Präsidiumssitzung einberufen: „Der Klub ist schuldenfrei und hat auch Rücklagen auf der hohen Kante. Es gilt aber, auch aufgrund des bevorstehenden Umbruchs in der Mannschaft, Geld für Transfers in die Hand zu nehmen: „Wir werden hier sehr kostenbewusst und mit viel Fingerspitzengefühl agieren müssen!“

Auch der Regionalliga-Auftakt der Spielgemeinschaft Langenlois/Krems in Graz wurde abgesagt. In der Landesliga könnte frühestens nach dem Ende der Osterferien wieder gespielt werden. Für Trainer Michel Bock ist alles in Schwebe: „Ich habe keine detaillierten Infos, weiß selbst nicht, wie es weitergeht. Meine Spieler halten sich individuell fit. Schwerpunkt ist das Krafttraining mit Eigengewichten zu Hause.“