Jakob Jochmann: „Defensive ist Um & Auf“. Für Jakob Jochmann war die Veranstaltung in Ägypten ein Highlight seiner Handballkarriere. Von seinen neu gewonnenen Erfahrungen soll auch das UHK-Mannschaftsspiel profitieren.

Von Bert Bauer. Erstellt am 03. Februar 2021 (03:13)
Jakob Jochmann vertrat bei der WM kurzfristig den angeschlagenen Gerald Zeiner auf der Spielmacher-Position und konnte sich auch in die Torschützenliste eintragen.
ÖHB- Agentur DIENER/Eva Manhart

„Vor zwei Jahren hätte ich nicht im Mindesten daran geglaubt, einmal eine Weltmeisterschaft als Teamspieler bestreiten zu dürfen. Sich mit den besten Mannschaften der Welt zu messen, war eine einzigartige Erfahrung für mich.“

Entwicklungstendenzen. „Die Athletik der Spieler für alle Positionen hat enorm an Bedeutung gewonnen. Jeder Mann auf der Platte muss zudem Torgefahr ausstrahlen und dem Gegner Torhunger signalisieren, sonst entstehen keine Lücken im Abwehrverband. Zudem ist ohne starken Torhüter international kein Match mehr zu gewinnen.“

Covid-Sicherheitsvorkehrungen. „Natürlich fand ich es sehr schade, dass kein Publikum bei den Spielen zugelassen war. Wir haben uns alle in einer großen ,Bubble‘ bewegt. Die Ägypter bemühten sich sehr um unsere Sicherheit. Einige Maßnahmen fand ich zwar ein wenig übertrieben, andere zu lasch.“

Mögliche Vorbilder. „Bei diesem Turnier zeigten auch Aufbau-Mitte-Akteure mit geringerer Körpergröße, dass sie durchaus imstande sind, ein Spiel zu lenken und entsprechende Torgefahr auszustrahlen. Besonders beeindruckt haben mich Kroatiens Luka Cindrić und Tunesiens Mohamed Darmoul, beide nur knapp über 1,80 Meter groß.“

Umsetzung beim UHK. „Die WM hat wieder gezeigt, dass eine kompakte Abwehr, der es gelingt, mittels Stoppfouls den gegnerischen Rhythmus zu brechen, der Schlüssel zum Erfolg ist. Weiters werden dadurch sprichwörtlich ,leichte Tore‘ mittels erster und zweiter Welle erst möglich.“

WM-Finale. „Dänemark hat seine Favoritenrolle bestätigt, aber das junge schwedische Team, angeführt vom überragenden Jim Gottfridsson, hat eine glänzende Zukunft vor sich.“