Challenge Tour gastiert dieses Jahr in Ramsau. Nachdem Wittmann im Vorjahr die European Tour in Ramsau begrüßen durfte, gastiert heuer wieder die Challenge Tour.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 03. Februar 2021 (01:17)
Lukas Nemecz war im Vorjahr einer von vier österreichischen Golfprofis, die im Vorjahr bei der Euram Bank Open, als die European Tour bei Franz Wittmann in der Ramsau Station machte, den Cut geschafft und es somit in die Preisgeldränge geschafft haben. Die weiteren waren Lukas Lipold, Timon Baltl und Markus Brier.
Bissuti

Im Vorjahr ist Franz Wittmann ein echter Coup gelungen. Nachdem auch der internationale Golfsport in den Lockdown hatte gehen müssen, geang es ihm, gemeinsam mit dem Turnier in Atzenbrugg, einen Doppelevent für die European Tour auf die Beine zu stellen, und zwar als allererstes Turnier auf der Welt nach der Zwangspause.

Nachdem Wittmann und sein Team im Vorjahr für die Durchführung und die Anlage höchstes Lob auch von höchster Stelle, nämlich dem Präsidenten des internationalen Golfsverbands xy , der selbst vor Ort war, erhalten hatte, war kurz sogar geliebäugelt worden, dass es zu einer Neuauflage eines Turnier in der höchsten Kategorie kommen könnte, doch am Ende muss man im Adamstal nun aber doch wieder etwas kleiner Brötchen backen. Wie schon vor dem Pandemie-Jahr 2020 wird man heuer wieder einen Bewerb der European Challenge Tour, also eine Etage unter der European Tour ausrichten.

„Da zum gleichen Zeitpunkt wie bei uns die British Open stattfinden, besteht die Chance, dass einige Spitzenspieler die dort nicht antreten können, möglicherweise zu uns kommen!“

Für Wittmann ist der kleine Abstieg aber kein Problem: „Für mich und unseren Klub gibt es in der Wertigkeit zwischen European Tour und Challenge Tour keinen Unterschied, beide Bewerbe sind für uns gleich Wichtig“, freut er sich, nun wieder etwas für die hoffnungsvollsten Golftalente in Europa tun zu können. Aber auch die Hoffnung auf den einen oder anderen Star hat Wittmann nicht aufgegeben: „Da zum gleichen Zeitpunkt wie bei uns die British Open stattfinden, besteht die Chance, dass einige Spitzenspieler die dort nicht antreten können, möglicherweise zu uns kommen!“

Auch Peter Enzinger, Präsident des österreichischen Golfverbands, steht voll hinter dem Challenge-Tour-Event: „Österreich hat sich während der Covid-19-Pandemie im letzten Jahr als hervorragender Gastgeber für zwei Turniere der European Tour präsentiert und dem europäischen Profigolf damit den ersten Impuls zum Neustart gegeben. Für unsere aufstrebenden Talente ist die Challenge Tour aber eine enorm wichtige Turnierplattform und der österreichische Golfverband ist sehr stolz, wieder Partner der EURAM Bank Open zu sein.“

190.000 Euro Preisgeld als Lockmittel für Stars

Im Turnierkalender findet man das Turnier seit letzter Woche vom 15. bis 18. Juli gelistet, gekämpft wird dabei um ein Preisgeld von 190.000 Euro.

Für Letzteres ist hauptsächlich Manfred Huber als CEO der EURAM Bank verantwortlich: „Wir freuen uns, dass wir gerade in dieser herausfordernden und schwierigen Zeit dieses Event als Namensgeber unterstützen können“, betont auch er die Wichtigkeit, mit diesem Turnier jungen nationalen und internationalen Golf Pro’s die Gelegenheit zu geben, nicht nur in die Normalität dieses Sports zurückzukehren, sondern den Akteuren auch die Möglichkeit zu eröffnen, sich mit sportlichen Höchstleistungen in ihren Karrieren weiter an die Spitze heranzuarbeiten.

„Das Adamstal ist jedenfalls auch heuer wieder bestens gerüstet. Ich hoffe, die Pandemie ist bis dahin soweit unter Kontrolle, dass es zu keinen Einschränkungen mehr führt“, ist bei Wittmann die Freude groß, dass es auch heuer gelang, der internationale Spitzen-Tour einen rot-weiß-roten (genauer einen blau-gelben) Anstrich zu verpassen.