Eric Damböck im EM-Fieber

Die letzten beiden Testspiele gegen die Slowakei mussten zwar wegen Covid-Fällen beim Gegner abgesagt werden, doch die Vordreude beim Wiesenfelder ist trotzdem groß.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 02:33
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Handball
Symbolbild
Foto: NOEN, Bilderbox

Österreichs Handball-Männer müssen ohne Testspiel in die am Freitag beginnende EM in Ungarn und der Slowakei (13. bis 30. Jänner) gehen. Beide geplanten Spiel gegen die Slowakei am Donnerstag und Samstag in Hlohovec sind ins Wasser gefallen. Grund waren Coronavirus-Fälle beim Gegner.

Dennoch ist der Wiesenfelder Eric Damböck vor seiner ersten Teilnahme bei einem Großevent erwartungsfroh: „Ich freue mich schon darauf, mit den Jungs zu spielen“, ist er voller Tatendrang. Im Unterschied zur letzten WM, die mit einem Debakel endete, sind diesmal alle Spieler fit und bereit. Einzig Maximilian Hermann ist noch nicht bei 100 Prozent und daher nicht dabei.

Kapitän Nikola Bilyk, die weiteren Deutschland-Legionäre Lukas Hutecek, Robert Weber, Alexander Hermann, Janko Bozovic und Daniel Dicker, Ungarn Legionär Sebastian Frimmel, Frankreich-Legionär Tobias Wagner, Polen-Legionär Boris Zivkovic, sowie die Stammgrößen aus der HLA Meisterliga Golub Doknic, Florian Kaiper, Ralf Patrick Häusle, Gerald Zeiner, Marin Martinovic, Julian Ranftl, Fabian Posch und eben Damböck stehen im Aufgebot von ÖHB-Teamchef Ales Pajovic.

Sie erwartet eine schwere Gruppe. In Bratislava trifft man auf Polen (14. Januar), Deutschland (16. Januar) und Weißrussland (18. Januar). Die Top 2 aller Vorrunden-Gruppen qualifizieren sich für die Hauptrunde.

Angesichts der aktuellen CoV-Lage mag die Entscheidung zur Absage des zweiten Slowakei-Spiels alternativlos gewesen sein, aus sportlicher Sicht ist die Situation für Pajovic freilich nicht ideal. Nach der missglückten WM im Jänner 2021 (Platz 26) hat man neben zwei Tests gegen Tschechien (November) nur drei Bewerbsspiele absolviert. „Wir brauchen diese Spielminuten“, hatte Pajovic noch am Mittwoch betont.

Doch bei der Konkurrenz sieht es nicht besser aus, mehrere EM-Teilnehmer sind aktuell sogar bereits von Coronavirus-Fällen betroffen. Auch Österreichs EM-Gruppengegner Belarus vermeldete am Donnerstag einen solchen, ein Test gegen Ungarn wurde daraufhin abgesagt.

Unterdessen verkürzte der Europäische Handballverband am Donnerstag die verpflichtende Quarantäne positiv getesteter Spieler deutlich von 14 auf fünf Tage. Infiziert sich ein Spieler bei der EM, muss er nach fünf Tagen zwei PCR-Tests innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Tagen absolvieren. Fallen beide Tests negativ aus, ist der betroffene Spieler wieder einsatzberechtigt.