Janine Ziesemann verpasst um sieben Zentimeter Gold. Die 14-jährige Janine Ziesemann verpasst im Hochsprung um sieben Zentimeter Gold, wird aber nur Vierte.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 16. September 2020 (01:08)
Sepp Sulzer, Janine Ziesemann und Alfred Janisch (v. l.) nach dem Hochsprungbewerb bei Österreichs U-16-Meisterschaften.
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Zu einer Besonderheit kam es coronabedingt bereits vor Beginn der österreichischen Meisterschaften der Klassen U 16 und U 20, denn erstmals wurden die beiden Nachwuchsmeisterschaften getrennt voneinander an zwei verschiedenen Austragungsorten veranstaltet. Organisatorisch mussten sich die Trainer und Athleten der Union St. Pölten daher an diesem Wochenende bei perfekten äußeren Bedingungen auf die beiden Wettkampforte Südstadt (U 16) und Eisenstadt (U 20) aufteilen.

An einer kleinen Sensation schrammte dann am Samstag U-16-Athletin Janine Ziesemann vorbei. Als noch U-14 Angehörige und eine der Jüngsten im 20-köpfigen Teilnehmerfeld belegte sie den vierten Rang mit der gleichen Höhe von 1,56 Meter wie die Drittplatzierte.“ Leider hatte sie mehr Fehlversuche, bedauert ULC-Sektionsleiter Alfred Janisch. „Wenn sie nur um sieben zentimeter höher gesprungen wäre, hätte sie sogar den Staatsmeistertitel geholt!“

Letztlich freute sich das Trainerteam um Sepp Sulzer und Janisch aber auch riesig über den vierten Platz ihres Toptalents. „Janine hat ja noch in den nächsten beiden Jahren Gelegenheit, sich Medaillen in dieser Disziplin im U-16-Bewerb zu holen. Dann wird auch die Nervosität nicht mehr so groß sein“, ist Janisch überzeugt.

Pressler lief die Sprints und Staffel

Nach einer langen, kräftezehrenden „Corona-Saison“ konnte sich auch Hürdenspezialistin Lena Pressler, in der Vorwoche U-23-Doppelmeisterin, noch zu Starts über 100 und 200 Meter sowie der Staffel bei den U-20-Meisterschaften motivieren. Über 200 Meter landete die für die Union St. Pölten startende St. Veiterin bei starkem Gegenwind in 25,13 Sekunden am zweiten Rang, über 100 Meter wurde es der undankbare vierte Platz.

Zum Abschluss der Meisterschaften führt Pressler noch die St. Pöltner Sprintstaffel in der Besetzung Sabrina Koberwein, Pressler, Isabelle Edlinger und Moyo Bardi zur Silbermedaille.