Paul Birbaumer tanzte zu Gold. Paul Birbaumer von den Happy Feet St. Veit krönt sich in Eindhoven zum neuen Weltmeister im Solobewerb.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 16. Januar 2018 (01:36)
Gregor Birbaumer
Paul Birbaumer, der mittlerweile einer der erfolgreichsten Linedancer Österreichs ist, hat mit seinen Eltern zu tanzen begonnen und freut sich nun über seinen ersten WM-Titel in der allgemeinen Klasse „Novize“.

Anfang Jänner ging traditionell die Linedance-Weltmeisterschaft in Szene. Heuer haben im tollen Ambiente des Eindhovener NH Hotels und Konferenzzentrums Koningshof 356 Tänzer in den diversen Wertungsklassen um die Titel gekämpft.

„Die Teilnehmer kamen aus fast ganz Europa, aber auch aus Übersee, vornehmlich USA und Südkorea, wo Linedance extrem populär ist“, erzählt St. Veits Paul Birbaumer, der bereits zum vierten Mal an einer WM teilgenommen hat. Bislang hat der nunmehr 18-Jährige bereits einen WM-Titel (2015) in den Jugendklassen geholt, zweimal wurde er Zweiter.

„Dies bedeutete natürlich stärkere und routiniertere Gegner als bisher“

Heuer gab Birbaumer sein Debüt bei den Erwachsenen in der sogenannten Adult-Klasse. „Dies bedeutete natürlich stärkere und routiniertere Gegner als bisher“, erzählt er.

Die Ausgangssituation für Paul war trotzdem sehr gut. Er hatte eine sehr erfolgreiche Saison 2017, mit vier Siegen bei den österreichischen Turnieren, einem dritten Platz bei den „Berlin Open“, einem Sieg bei den „Austrian Championships“ in Bad Vöslau und einem Sieg bei den „Czech Open“ in Pisek (Tschechien). Bei den „World Championships“ ging es zum Abschluss nicht nur um den Weltmeistertitel, sondern auch um den Aufstieg von der Division „Novice“ in die schwierigere der „Intermediate“.

„Auch die Gegner haben applaudiert“

Lange Zeit, um nervös zu werden, hatte Birbaumer nicht, denn die Novizen hatten gleich am ersten Tag ihren Wettkampf und der St. Veiter qualifizierte sich problemlos fürs Finale, in dem er auf einen Deutschen und einen Belgier traf. „Den Deutschen hatte ich in dieser Saison schon einmal besiegt, aber den Belgier kannte ich nicht“, war die Ausgangssituation trotzdem vielversprechend.

Nach internationalen Regeln mussten im Finale sechs vorgegebene Tänze getanzt werden, die von jeweils sieben Wertungsrichtern beurteilt wurden. Bei diesen Tänzen handelte es sich um Polka, West-Coast-Swing, Walzer, ChaCha und die sogenannten Funky und Novelty. „Letzterer war heuer ein sehr schneller Boogie, erzählt Birbaumer, der kaum Schwächen zeigte und fünf von sechs Tänze für sich entschieden hat. „Das war doch eindeutig und auch die Gegner haben applaudiert“, ist Birbaumer stolz auf seine Solo-Performance.

Neben WM-Krone und begehrtem Aufstieg in die „Intermediate-Division“ gab es für ihn auch noch satt „Ranking“-Punkte „Zwar gibt es keinen Weltcup, allerdings werden die Erfolge in den diversen Turnieren des Jahres gewertet und die WM ist dabei natürlich am wertvollsten“, freut sich Birbaumner, dass es auch dabei für ihn die meisten Punkte im Jahr 2017 gibt.