"Rasen" für den guten Zweck. Rallyes fahren und Benfizkultur passen doch bestens zusammen, das beweist der Hainfelder Matthias Knar.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 15. Oktober 2019 (01:00)
Matthias Knar spendet pro gefahrenen Sonderprüfungskilometer heuer einen Euro an Raffael. Der Theaterstadl-Ramsau verdoppelt die Summe.
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Rallyefahren und dabei Gutes tun, diese Idee hatte Matthias Knar aus Hainfeld schon vor einiger Zeit. „Aber es fiel mir zunächst schwer, das umzusetzen“, schildert Knar. Sein Ziel war und ist es nämlich, nicht nur benefizmäßig unterwegs zu sein, sondern auch zu beweisen, dass Rallyesport positiv in die Gesellschaft wirken kann.

„In Zeiten von Greta, Klimawandel und CO2-Panik hat man es als Motorsportler nicht immer einfach, daher haben wir uns überlegt, wie wir dieses Image verbessern können“, wurde der Pilot nach vielen Gesprächen auf Raffael und dessen Schicksal aufmerksam.

„Der Wille zu helfen war sofort da“, sagt Knar, denn der Junge benötigt durch einen Schlaganfall kurz nach der Geburt eine Rundumbetreuung und auch einen speziellen Rollstuhl, Schuhe und anderes mehr. „Alles für ihn ist extrem kostspielig und die Förderung ist nur unzureichend, aber Raffael ist auch ein Kind mit ganz normalen Bedürfnissen und Wünschen“, weiß Knar. Raffael will einmal ein paar Tage ans Meer fahren und sein größter Traum ist es, einmal Skifahren zu gehen. „Das war dann unser erster Ansatzpunkt, das möchten wir unterstützen“, sagt Knar.

Für jeden Kilometer-Sonderprüfung spendet er heuer einen Euro an Raffael, um ihm den Traum vom Skifahren zu ermöglichen. Zwei Rennen hat Knar heuer schon bestritten, Die Murauer-Rallye in Kärnten Mitte Mai und die Austrian Rallye Legends zuletzt in Admont. Zweimal will man noch antreten. Am kommenden Wochenende bei der Herbst-Rallye in Dobersberg über 99,54 Kilometer und dann Mitte November bei der W4-Rallye im Waldviertel (137,72 km). Zuletzt musste Knars Toyota überholt werden, weshalb man Sponsoren sucht.

Für Raffael will man aber sogar ab sofort zwei Euro pro Kilometer aufbringen. „Der Theaterstadl-Ramsau wird den Betrag verdoppeln“, hofft Knar nun auf 812 Euro für Raffael — Durchkommen vorausgesetzt!