Lackenhof

Erstellt am 05. Februar 2019, 03:12

von Claus Stumpfer

Letzter RTL bringt Dominic Haider Platz zwei. Der Neo-Lilienfelder Dominic Haider kann im letzten von vier RTL auf endlich harter Piste mit Platz zwei auftrumpfen.

Schlagkräftige SCU-Truppe bei den eigenen ARS-Rennen. Shootingstar Dominic Haider, Vereinsboss Leopold Wutzl, Thomas Wieseneder, Dominik Wieland, Mario Wutzl und René Gansch.  |  privat

Am Wochenende fanden in Lackenhof sechs Rennen zur ARS-Masters-Serie bei tollen Bedingungen statt. Ausrichter aller Rennen auf der Distelpiste war der SCU Frankenfels, dessen Sektionsleiter Leopold Wutzl sich am Freitag bei zwei Riesentorläufen über 88 Starter aus sechs Bundesländern freuen durfte. Der SCU selbst war mit zwölf Läufern vertreten.

Beim ersten Lauf rutschte SCU-Topläufer Dominic Haider aber unglücklich am Innnenski aus und schied aus. Für ihn in die Bresche sprang mit einer Topleistung Mario Wutzl als Vierter in der Jugendklasse. Auch Manfred Bertl lieferte eine tolle Leistung ab, wurde Sechster in der Herrenklasse 2 und Rene Gansch zeigte mit Platz 22 auf. Beim zweiten Rennen wurde Bertl sogar Vierter, knapp vor Haider (5.). „Ich war völlig verunsichert und bin nicht gut gefahren“, ärgerte sich Haider.
Sieger beim ersten Rennen wurde Julian Staudinger und beim zweiten Rennen die „Rennlegende“ Florian Lengl.

Harte statt weiche Piste macht Unterschied

Am Samstag folgten wieder zwei RTL mit nun sogar 112 Läufern am Start, allerdings bei deutlich schlechteren Bedingungen. „Leider setzte der Föhn der Piste zu“, kämpfte Wutzl mit seinem Organisationsteam aber energisch um halbwegs faire Bedingungen für alle Teilnehmer. Haider der sich bei den letzten Rennen in Topform präsentiert hatte, war über die weiche Piste überhaupt nicht erfreut. „Beim ersten Rennen hatte ich eine frühe Nummer und so wurde es ein sechster Platz“, war von ihm unter diesen Umständen aber nicht einmal das erwartet worden. „Es war ein Rennen, bei dem die Piste immer schnellere Zeiten zuließ und einige Fahrer nutzten dies!“

Sensationell war die Leistung von SCU-Youngster Dominik Wieland, der mit Startnummer 69 auf den 16. Platz fuhr und mit 51 ÖSV-Punkten belohnt wurde. Auch SCU-Oldboy Thomas Wieseneder war überragend. Er fuhr mit Nummer 60 auf Platz sechs in seiner Klasse (47 Punkte). Das Rennen gewann der Steirer Patrick Reiter. Das zweite Rennen wurde auf dem fast selben Kurs ausgetragen, doch dank einer nun härteren Piste wurden die Karten neu gemischt. „Auf diesem Untergrund konnte ich meine Form ausspielen“, freute sich Haider über die zweitbeste Tageszeit hinter Reiter sichtlich erleichtert.

Am Sonntag standen noch zwei Slaloms, darunter auch die NÖ Landesmeisterschaften, am Programm. Der SCU freute sich auf dieses Rennen und war wieder mit rund 20 Helfern in Lackenhof. „Doch bei sehr feuchten Bedingungen fehlte nicht das Salz in der Suppe, sondern das Salz in der Piste“, schildert Wutzl, dem die Hände gebunden waren. „Leider konnten wir kein Salz benutzen, da in den nächsten Tagen Fis-Rennen auf der Distelpiste am Programm stehen!“

So bemühte man sich so gut wie möglich, ein Rennen über die Bühne zu bringen. Landesmeister bei den Herren wurde ein überragender Julian Staudinger und bei den Damen Jeanine Sperringer. Kilian Scheinhart war schnellster der männlichen Jugend und Laura Schiefer sein weibliches Pendant.

„Goldmedaillen sollte es aber auch für Leopold Wutzl geben, der unter extremen Bedingungen diese Rennen uns allen ermöglicht hat“, lobte Haider. Von Donnerstag bis Sonntag waren rund 50 Helfer in Einsatz, darunter immer mindestens zehn „Rutscher“. „Wie der Verein zusammenhält, sieht man daran, dass unter den Helfern, angefangen von Kindern bis zum 80-jährigen Wutzl-Senior alle vertreten waren!“