Erstellt am 17. Januar 2017, 05:48

von Claus Stumpfer

Marc Digruber: WM-Zug fährt ab. Nach seinem guten Saisonstart im Weltcup verliert der Frankenfelser Marc Digruber nun immer mehr den Anschluss.

Marc Digruber beim Slalom am Lauberhorn.  |  NOEN, AFP/Marit

Nach den Rennen vor Weihnachten schien der 28-jährige Mitterbacher Marc Digruber, der jetzt in Frankenfels lebt, sein WM-Ticket bereits fix in der Tasche zu haben, aber vor den beiden Österreich-Klassikern in Kitzbühel und Schladming wackelt seine WM-Teilnahme nun doch wieder gehörig. Auch in Wengen kam er bei einem Rennen, das auch Fahrern mit hinteren Nummern alle Chancen ließ, am Ende nicht über Rang 21 (2,45 Sekunden hinter dem norwegischen Sieger Henrik Kristofferson) hinaus.

Während Marcel Hirscher zum dritten Mal in seiner Karriere Rang zwei im Wengen-Slalom belegte, durfte sich Christian Hirschbühl über sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis freuen. Der 26-jährige Vorarlberger verbesserte sich in der Entscheidung mit der viertbesten Laufzeit vom elften auf den vierten Rang (0,75 Rückstand). Das Podest verpasste er nur um 0,12 Sekunden.

Marco Schwarz und Michael Matt verpassten die Qualifikation für die Entscheidung zwar, allerdings hatte Matt bislang klar bessere Resultate im Weltcup als Digruber und bei Schwarz ist bekannt, dass ihm der WM-Hang in St. Moritz extrem liegt, was für ihn sprechen dürfte. Neben Hirscher ohnehin fix qualifiziert sollte Manuel Feller sein. Der Tiroler stellte im ersten Durchgang mit Startnummer 19 das Klassement auf den Kopf und erzielte die drittbeste Zeit (0,36). Allerdings unterlief ihm ein Einfädler, den zunächst nicht einmal er selbst bemerkt hatte. Mit seiner Grundschnelligkeit ist er aber in jedem Rennen für einen Stockerlplatz gut, was ihn für eine WM-Teilnahme geradezu prädestiniert.

Dass sich nun für einen Startplatz in der Schweiz auch noch Hirschbühl einmengt, kommt für Digruber herzlich ungelegen. Der 26-Jährige hatte in dieser Saison bisher nur die Ränge 27 (Levi) und 16 (Madonna di Campiglio) zu Buche stehen. In Wengen toppte Hirschbühl aber Rang sieben in Kitzbühel im Jahr 2016 als sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis klar.

Digruber will den Kampf ums WM-Ticket völlig ausblenden. „Ich kann nur schauen, dass ich konzentriert weiterarbeite, und bei den Klassikern aufzeige.“