Rotation ging schief. Neue Formation, alte Sorgen: Der SKN blieb auch im dritten Heimspiel en suite ohne vollen Erfolg.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 01. September 2014 (16:27)
Schwer zu bremsen. Bernhard Luxbacher (rechts) gab ein gutes Debüt in der St. Pöltner Startformation. Trotz Rotation sprang für die Wölfe aber nur ein Remis gegen Austria Lustenau heraus.
NOEN, Stumpfer
ST. PÖLTEN - AUSTRIA LUSTENAU 1:1. Trainer Herbert Gager reagierte auf die Heimniederlagen gegen Liefering und Innsbruck. Er mischte seine Aufstellung kräftig durch. „Wir haben zu viele Tore erhalten, ich musste etwas ändern.“

Zugegeben, Gagers fantasievolle Umstellungen brachten defensiv mehr Stabilität als zuletzt. Dafür war das St. Pöltner Offensivspiel ohne Durchschlagskraft.

Im Detail: Bernhard Luxbacher ersetzte Dominik Hofbauer und Martin Grasegger rückte für David Stec in die Anfangself. Damit nicht genug, mischte Gager auch bei den Positionen munter durch. Michael Ambichl agierte als rechter Verteidiger.

Lustenau präsentierte sich unsicher

Der etatmäßige Innenverteidiger Tomas Wisio rückte ins linke Glied der Viererkette. Rechtsfuß Michael Huber gab den linken Innenverteidiger. Marcel Holzmann und Manuel Hartl bekleideten die Außenpositionen im Mittelfeld.

Und die Spieler waren über weite Strecken damit beschäftigt, sich zurecht zu finden.
Das Glück der Wölfe war, dass mit Lustenau ein vollkommen verunsicherter Gegner zu Gast war. Das Ergebnis war ein lange Zeit ereignisarmer Kick. Erst in der 40. Minute nahm die Partie Fahrt auf.

Marcel Holzmann hatte die Führung auf seinem linken Fuß, verzog aber knapp. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit machte es Manuel Hartl besser. Er verwertete eine Flanke von Michael Ambichl zur 1:0-Führung.
Nach der Pause war Lustenau besser und kam noch zum verdienten Ausgleich.

Der neue "General"

Zur Person: Andreas Blumauer (38) kommt aus dem Mühlviertel. Beruflich verdiente sich der Oberösterreicher in der Wirtschaft seine Sporen. Er war in der Beratungsbranche mit Schwerpunkt Strategieerarbeitung, Change Management und Prozessoptimierung tätig u.a. als Head of Advisory bei PWC OÖ.

Im Sportbereich sammelte er Erfahrungen als Finanzvorstand beim LASK und als Mitglied der Geschäftsleitung beim Red-Bull-Motorsport-Ring.

So kam das Engagement zustande: Der SKN St. Pölten schrieb den Job des „General Managers“ aus. Blumauer wurde von einem Head Hunter angesprochen. Nach mehreren Gesprächen mit dem SKN-Vorstand wurde die Zusammenarbeit am Freitag fixiert.

Das ist der Aufgabenbereich: Blumauer ist letztverantwortlich für sämtliche Bereiche betreffend der operativen Führung des Vereins. Ihm unterstellt sind ab sofort der administrative Leiter Martin Eckelbacher und der sportliche Leiter Christoph Brunnauer.

Das sagt der Vorstandsvorsitzende Gottfried Tröstl: „Mit der Bestellung von Andreas Blumauer wollen wir den SKN St. Pölten auf noch professionellere Beine stellen. Wir haben auch aufgrund unserer Analysen in den vergangenen Monaten herausgefunden, dass wir an der Struktur im Verein noch etwas verbessern müssen. Bei Blumauer sollen jetzt alle Fäden zusammenlaufen. Er soll auch mich ein wenig entlasten.“